Der freie Trainerstuhl beim FC Schalke 04 wird nicht durch Bert van Marwijk besetzt. Der Niederländer erhält von seinem Arbeitgeber Feyenoord Rotterdam, mit dem er Meister und UEFA-Cup-Sieger wurde, keine Freigabe.

Van Marwijk wird nicht neuer Schalke-Trainer

14. Mai 2003, 13:43 Uhr

Der freie Trainerstuhl beim FC Schalke 04 wird nicht durch Bert van Marwijk besetzt. Der Niederländer erhält von seinem Arbeitgeber Feyenoord Rotterdam, mit dem er Meister und UEFA-Cup-Sieger wurde, keine Freigabe.

Der Trainerposten bei Bundesligist Schalke 04 für die kommende Saison bleibt weiter vakant. Mit dem Niederländer Bert van Marwijk hat nun einer der favorisierten Kandidaten auf die Nachfolge von Interims-Trainer Marc Wilmots abgesagt. Der 50 Jahre alte Erfolgscoach von Ehrendivisionär Feyenoord Rotterdam erhält von seinem Arbeitgeber keine Freigabe. Schalke-Manager Rudi Assauer bestätigte allerdings das Interesse des Traditionsklubs an dem holländischen Fußball-Lehrer.

"Werden keinen Trainer aus einem Vertrag heraus kaufen"

"Er ist ein interessanter Mann, der mit Feyenoord Meister und UEFA-Cup-Sieger geworden ist. Das Thema stellt sich aber nicht, da van Marwijk in Rotterdam noch bis 2005 unter Vertrag steht. Zu einem Wechsel gehören immer drei Parteien: Der Trainer, der abgebende und der nehmende Verein", erklärte der Manager der Königsblauen und fügte hinzu: "Wir werden keinen Trainer aus einem laufenden Vertrag heraus kaufen." Aus dem Präsidium des niederländischen Ex-Meister verlautete, dass Feyenoord van Marwijk keine Freigabe aus seinem bis 2005 befristeten Vertrag erteilen wird.

Assauer will den neuen Trainer in der nächsten Woche bekannt geben, "damit wir", so der Manager, "in Ruhe arbeiten und in die Saisonvorbereitung gehen können." Über Namen schweigt sich Assauer aus.

Wilmots zieht´s in die Politik

Marc Wilmots hatte am Dienstag erklärt, dass er als Teamchef in der Spielzeit 2003/2004 nicht zur Verfügung steht. Der 34-Jährige hat sich gegen Schalke und für die Familie sowie für eine Zukunft in der belgischen Politik entschieden. Der ehemalige Kapitän der belgischen Nationalmannschaft hatte am 26. März den Trainerstuhl vom entlassenen Frank Neubarth übernommen.

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