Alles andere als rosige Zeiten durchlebt derzeit die ÖSG Viktoria Dortmund in der Bezirksliga 8. Nach 13 Spielen liegen die

Im Interview: Konrad Ackermann (Trainer ÖSG Viktoria Dortmund)

"Wir brauchen im Winter zwei Verstärkungen"

Felix Guth
17. November 2006, 16:32 Uhr

Alles andere als rosige Zeiten durchlebt derzeit die ÖSG Viktoria Dortmund in der Bezirksliga 8. Nach 13 Spielen liegen die "Östlichen" auf dem drittletzten Rang - einem Abstiegsplatz. Am Sonntag sind die Aussichten auf den vierten Saisonsieg eher gering: Spitzenreiter Aplerbeck gastiert an der Halleschen Straße. revierkick.de sprach mit ÖSG-Coach "Conny" Ackermann über den Abstiegskampf und die Situation für den kleinen Vorortverein.

revierkick.de: Sonntag kommt der ASC. Was ist da möglich?
Ackermann: "Normalerweise ist Aplerbeck in diesem Jahr eine Übermannschaft wie Real Madrid oder Barcelona in ihren besten Tagen. Die einzige Hoffnung ist, dass sich bei denen eine gewisse Lässigkeit einschleicht. Letzte Woche haben sie ja schon Probleme gehabt und erst in der Nachspielzeit gewonnen. Aber selbst dann müssten wir schon einen Spitzen-Tag erwischen, um da zu punkten. Mir wäre jetzt allerdings eigentlich ein Gegner lieber gewesen, der mit uns da unten drin steht."

revierkick.de: Wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf?

Ackermann: "Das ist natürlich völlig unbefriedigend. Die letzten beiden Spiele waren allerdings nicht schlecht. Gegen TuS Körne haben wir unverdient verloren, letzte Woche in Derne haben wir mit der letzten Aktion den 2:2-Ausgleich kassiert."

revierkick.de:[i] Dabei sah es vor der Saison ja noch gut aus, in der Vorbereitung hat Ihre Mannschaft überzeugt. Warum konnte Sie dies nicht mit in die Liga nehmen?[i]

Ackermann: "Anfangs war viel Euphorie da, nach Platz sieben im Vorjahr und dem Turniersieg in Körne. Aber mir war klar, dass es schwierig werden würde, das Ergebnis aus dem Vorjahr zu bestätigen. Immerhin haben wir vier Stützen abgegeben und dafür Leute geholt, die das bisher nicht kompensieren konnten. Dazu kam viel Verletzungspech. Ich hatte noch nie alle Leistungsträger zusammen. Daniel Blum ist schon zum zweiten Mal verletzt, Guy Nzinga schleppt sich ebenfalls angeschlagen durch die Saison."

revierkick.de:[i]Woran krankt es fußballerisch?[i]

Ackermann: "Wir bekommen einfach zu viele dumme Gegentreffer. Manche Spieler sind in entscheidenden Momenten unkonzentriert. Das gilt aber auch für die Angreifer. Da steht man als Trainer manchmal machtlos draußen."

revierkick.de:Was können Sie tun, um da unten wieder 'raus zu kommen?

Ackermann: "Wir müssen erstmal sehen, dass wir die entscheidenden Leute fit bekommen. Und es muss im Winter etwas passieren: Wir brauchen mindestens zwei Spieler, die echte Verstärkungen sind. Der Vorstand ist da gerade dran, aber es ist natürlich schwierig, die passenden Leute zu finden."

revierkick.de:Was ist in dieser Saison noch drin?

Ackermann: "Unser Saisonziel Platz sieben können wir abhaken. Es geht jetzt nur noch um den Klassenerhalt. Aber es ist ja noch alles eng beisammen. Wie schnell das gehen kann, hat Holzwickede ja gezeigt. Die sind mit ein paar Siegen an allen vorbei bis auf Platz vier vorgestoßen. Und von den Leistungen her sind wir nicht so weit weg von vielen anderen Teams."

revierkick.de:Abschließend ein eher allgemeines Thema. Wie sehen Sie die Stellung der ÖSG in der starken Konkurrenz im Dortmunder Osten?

Ackermann:"Es ist natürlich schwierig was Sponsoren angeht. Der TuS Körne ist uns sportlich einen Schritt voraus, SV Körne 83 ist nach dem Aufstieg in die Kreisliga A ebenfalls im Kommen. Aber ich denke schon, dass die beiden Bezirksligisten insgesamt etwa auf einer Höhe sind. Aber bei aller Rivalität, die ungefähr so ist wie zwischen Schalke und Dortmund: Wir dürfen uns damit nicht verzetteln und müssen zusehen, dass wir unsere Sachen hinbekommen."

Autor: Felix Guth

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