Während sich Verbandsligist TuRa Rüdinghausen am ersten Tag der Wittener Hallenstadtmeisterschaften schwer tat, gab es in Gladbeck die ersten Prügeleien. Ein Überblick.

Revier: Ein Überblick über die Samstagsspiele einiger Hallenstadtmeisterschaften

Favoriten mit Mühe - Prügeleien in Gladbeck

06. Februar 2007, 20:58 Uhr

Während sich Verbandsligist TuRa Rüdinghausen am ersten Tag der Wittener Hallenstadtmeisterschaften schwer tat, gab es in Gladbeck die ersten Prügeleien. Ein Überblick.

Witten

Der ranghöchste Wittener Klub hat die heutige Endrunde bei den
Hallen-Stadtmeisterschaften erreicht. „Mit viel Glück“, pustet Rüdinghausens Coach Ulrich Sieweke tief durch. Denn das erste Match ging mit 0:4 gegen den Bezirksligisten Türkischen SV verloren. „Da waren wir noch vor der Halle, aber nicht drin“, grantelt der Trainer. Danach wurde es besser und TuRa siegte 4:0 gegen den Portugiesischen SV (Tore: Markus Scherff 2, Sascha Mitrovic, Roman Schymanietz) und 3:1 gegen TuS Rohetal (Tore: Scherff 2, Schymanietz). Siewekes Fazit: „Wir wollen uns bei diesem Spektakel nicht blamieren, da uns in Witten ja alle so lieben.“ Neben TuRa haben sich auch noch Witten-Annen, TuS Heven, SV Herbede, Türkischer SV, FSV Witten, SV Bommern und SF Schnee für die heutige Final-Teilnahme qualifiziert.

Einen ausführlichen Bericht über die Endrunde gibt es am späten Sonntagabend

Herne

Mit dem Start der inoffiziellen Herner Hallen-Stadtmeisterschaften ist der Ausrichter SV Sodingen einverstanden. „Die Halle war durchweg gut gefüllt, die Zuschauer saßen auf den Treppen. Wir sind mit dem Zulauf zufrieden“, lehnt sich SVS-Manager Jörg Kowalski entspannt zurück. Sodingens Co- Trainer Predrag Crnogaj bilanziert das Geschehen: „Wir haben uns irgendwie qualifiziert.“ Denn gegen TSK Herne hagelte es ein 0:4, danach folgte ein 6:0–Sieg gegen BW Börning, bevor das Match gegen SG Herne 70 mit 1:4 verloren ging. „Es ist noch alles drin, aber wir müssen uns gewaltig steigern, sonst haben wir keine Chance, weiter zu kommen“, meint Crnogaj zurecht.

In einer guten Verfassung präsentierte sich der DSC Wanne-Eickel. „Es war auch eine Pflicht“, berichtet Wannes Coach Willi Koppmann, der nun endgültig das Trainingslager im türkischen Belek (28. Januar bis 4. Februar) festgezurrt hat. „Es wäre eine Enttäuschung, wenn wir nicht weiter gekommen wären. Das Viertelfinale ist jetzt unser Minimalziel.“ Der DSC setzte sich mit 3:1 gegen SC Constantin (Tore: Jörg Kostrewa, Eigentor, Florian Drews) durch, spielte dann 1:1 unentschieden gegen Arminia Sodingen (Tor: Tarik Kara) um dann den 5:1-Abschluss gegen Arminia Holsterhausen (Tore: Drews 2, Wolf, Kostrewa, Keshawarzian) nachzulegen. Koppmann spekuliert: „Wenn alles gut läuft, können wir uns vielleicht im Finale gegen Westfalia Herne für die letztjährige Niederlage revanchieren.“

Diesem Endspiel würde SCW-Trainer Frank Schulz zustimmen. Seine Elf setzte sich 6:0 gegen Horsthausen, 5:3 gegen Herne-Süd und 8:2 gegen SF Wanne durch. „TSK Herne hat einen bärenstarken Eindruck hinterlassen. Für uns ist es extrem schwer, da uns natürlich alle schlagen wollen“, weiß Schulz. „Wir haben eine harte Woche hinter uns, wollen uns aber gut aus der Affäre ziehen.“

Heute gehen TuS Hordel, SV Wanne 11, FC Herne 57, Westfalia Herne, SpVg Horsthausen, BV Herne Süd, DSCWanne-Eickel, Arminia Holsterhausen, SC Constantin, TSK Herne, SG Herne 70 und der SV Sodingen an den Start.
Einen ausführlichen Bericht über die Endrunde sowie den Sieger gibt es am Sonntagabend

Gladbeck

In Gladbeck herrschte das blanke Chaos. Bei den Hallen-Stadtmeisterschaften prügelten Spieler, Verantwortliche und Zuschauer aufeinander ein. „Es ist zum Glück glimpflicher abgelaufen, als in den letzten Jahren“, sieht sich Germanias Trainer Guido Naumann in seiner Auffassung bestätigt, am Budenzauber nicht teilzunehmen. „Dieses Mal kamen wir nicht drumherum.“ Zum Hergang: „Es gab viele Rote Karten, die Emotionen kochten hoch. Zum Glück ist alles geregelt worden, die Nerven haben sich beruhigt.“

Fußball wurde auch noch gespielt, und die DJK machte es erfolgreich, hat sich souverän als Gruppen-Erster für die heutige Endrunde qualifiziert. „Das war okay“, nickt Naumann. Die Germanen fegten Wacker Gladbeck mit 6:0, GSK Gladbeck mit 9:0 und SB Gladbeck mit 6:0 vom Parkett. Lediglich gegen den SV Zwecke gab es ein 1:1. Während Carlo Cavaleri mit sechs Hütten erfolgreichster Schütze war, markierten Ahmet Özkaya (5), Ümit Bozdogan (4), Mesut Özkaya (3) sowie Irfan Durdu, Thorsten Sievert, Zahn und Savas Turhal (je 1) die weiteren Treffer. „Und dabei habe ich Jungs wie Danny Schnelle, Nassirou Ouro-Akpo, Sebastian Sänger oder Kadir Mutluer nicht eingesetzt“, meint Naumann, der heute auf BV Rentfort, TSB Gladbeck, Preußen Gladbeck, SV Zweckel und Wacker Gladbeck trifft.

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