Der erste Tag bei der Endrunde der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft lieferte bereits zwei faustdicke Überraschungen: Landesligist TuS Eving-Lindenhorst ließ sich von den beiden Bezirksligisten TuS Eichlinghofen und SG Lütgendortmund düpieren und scheiterte ebenso bereits in der Vorrunde wie Titelverteidiger Mengede 08/20.

Dortmund: Endrunde der Hallen-Stadtmeisterschaft

Die ersten Sensationen: Mengede und TuS Eving draußen

Felix Guth
06. Februar 2007, 20:56 Uhr

Der erste Tag bei der Endrunde der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft lieferte bereits zwei faustdicke Überraschungen: Landesligist TuS Eving-Lindenhorst ließ sich von den beiden Bezirksligisten TuS Eichlinghofen und SG Lütgendortmund düpieren und scheiterte ebenso bereits in der Vorrunde wie Titelverteidiger Mengede 08/20.

In der „Hammergruppe“ 2 setzte sich Westfalia Wickede dank eines überragenden Marco Schott (drei Tore) durch. Beim Remis gegen Mengede erzielte Schott den Ausgleichstreffer, beim 2:1-Sieg gegen Phönix Eving gelangen ihm beide Tore. Die Entscheidung um den zweiten Platz fiel im Duell zwischen dem Titelverteidiger und Landesliga-Konkurrent Phönix. Die Partie bot Hochspannung, was sich auch auf den in einem "Stimmungsduell" befindenden Zuschauerrängen Widerhall fand. Die Mengeder Fans glaubten ihr Team schon im Viertelfinale, als Dominik Selig drei Minuten vor Schluss das 2:2 erzielte. Doch im Gegenzug schlug Mustafa Cankaya zu - 2:3.

In den Schlussminuten gab es viel Hektik und wütende Proteste der Mengeder, sogar Wurfgeschosse flogen. Es half nichts: Die Mannen aus dem Dortmunder Westen müssen den Stadtmeister-Pokal weiterreichen. Trainer Mario Plechaty ärgerte sich zwar über die unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen in beiden Spielen, sagte aber auch: „Wir haben einfach nicht gut gespielt. Wir hatten es selbst in der Hand.“

Bezirksligist TuS Eichlinghofen überraschte in der Gruppe 1 gleich zum Auftakt und bezwang den TuS Eving-Lindenhorst mit 3:1. Die schwarz-rote Party auf den Rängen bekam direkt Nahrung. Für die Evinger setzte sich die Enttäuschung hingegen auch im zweiten Spiel fort. Die SG Lütgendortmund kam gegen einen müden und wenig mannschaftsorientiert spielenden Landesligisten Sekunden vor Schluss durch Mirko Jakutzik zum 2:2-Ausgleich. „Wir haben vorher darüber gerdet wie wir auftreten wollten, aber nichts hat geklappt“, meint René Bleschke, neben Kapitän Dimitrios Kalpakidis am Freitag Teambetreuer, frustriert. Denn das Duell der Bezirksligisten endete 1:1, so dass der Evinger Anhang seine Fahnen enttäuscht einrollen musste. Der Außenseiter aus Lütgendortmund bejubelte vor allem Thorsten Staudinger, der gegen Eving den Ausgleich vorbereitete und gegen Eichlinghofen selbst traf.

Der ASC 09 Dortmund wurde in der Gruppe 3 seiner Favoritenrolle gerecht: Ein wenig Zauber beim 4:0 gegen SuS Derne, solide Arbeit beim 2:1 gegen Arminia Marten – Viertelfinale. Der Bezirksligist schoss sich dabei in die Top-Favoritenposition für die K.-O.-Runde am Samstag. Platz zwei sicherte sich ein wenig überraschend die ÖSG Viktoria, die im letzten Gruppenspiel gegen Arminia Marten mit 3:1 siegte. „Es ist genau das eingetroffen, was ich befürchtet hatte. Wir kassieren drei dumme Gegentore und hatten in der Offensive nicht die richtige Durchschlagskraft. So sind wir gegen eine Mannschaft ausgeschieden, wo alle mit einem Sige gerechnet haben“, sagt Martens Trainer „Ecki“ Eigenwillig, der ohne Dennis Kroll und den in den vorherigen Runden überragenden Tim Schwarz auskommen musste

Zum Abschluss des Vorrunden-Tages gab es noch einmal richtig viel Spannung: Bezirksligist FC SuS Derne bog beim Stande von 3:0 gegen den klassenhöheren Hombrucher SV schon auf die Zielgerade zur Sensation ein. Trainer Holger Tremblau rechnete auf der Bank noch die Tordifferenz nach, als Daniel Engel eine Unachtsamkeit der Derner zum 1:3 nutzte. Kurz darauf traf auch noch Savas Savvidis und Hombruch stand im Viertelfinale. Dernes Murat Büyükdere nahm das unglückliche Aus wenig souverän: Nach Spielende sah der gerade erst zum Bezirksligisten gewechselte Angreifer wegen einer Tätlichkeit "Rot". Westfalia Huckarde (3:0 gegen Derne, 2:3 gegen Hombruch) sicherte sich durch dieses Ergebnis Platz eins in dieser Gruppe.

In den Viertelfinalspielen (heute ab 15.30 Uhr) kommt es damit zu unerwarteten Konstellationen. Ein echter "Knaller" steht zwischen Hombruch und dem ASC an. Zwischen der ÖSG Viktoria
und Westfalia Huckarde kommt es zu einem reinen Bezirksliga-Duell. Der TuS Eichlinghofen (gegen Phönix Eving) und die SG Lütgendortmund (gegen Westfalia Wickede) wollen hingegen ihren Überraschungs-Feldzug fortsetzen.
Die Ergebnisse des ersten Tages in Wellinghofen:

Gruppe 1
TuS Eving-Lindenhorst – TuS Eichlinghofen 1:3
TuS Eving-Lindenhorst - SG Lütgendortmund 2:2
TuS Eichlinghofen – SG Lütgendortmund 1:1

Tabelle:
1. TuS Eichlinghofen 4:2 4
2. SG Lütgendortmund 3:3 2
3. TuS Eving-Lindenhorst 3:5

Gruppe 2
Westfalia Wickede - Mengede 08/20 2:2
Westfalia Wickede - SG Phönix Eving 2:1
Mengegde 08/20 – SG Phönix Eving 2:3

Tabelle:
1. Westfalia Wickede 4:3 4
2. SG Phönix Eving 4:4 3
3. Mengede 08/20 4:5 1

Gruppe 3
ASC 09 Dortmund – ÖSG Viktoria 4:0
ASC 09 Dortmund – SV Arminia Marten 2:1
ÖSG Viktoria 08- SV Arminia Marten 3:1
Tabelle:
1. ASC 09 6:1 6
2. ÖSG Viktoria 3:5 3
3. Arminia Marten 2:5 0

Gruppe 4
SV Westfalia Huckarde – SuS Derne 3:0
SV Westfalia Huckarde – Hombrucher SV 2:3
SuS Derne – Hombrucher SV 3:2

Tabelle:
1. Westfalia Huckarde 5:3 2
2. Hombrucher SV 5:5 3
3. SuS Derne 3:5 3

Das Viertelfinale am Samstag:

SG Phönix Eving - TuS Eichlinghofen
ASC 09 - Hombrucher SV
Westfalia Wickede - SG Lütgendortmund -
Westfalia Huckarde - ÖSG Viktoria

Autor: Felix Guth

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