Hertha BSC Berlin hat den Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Cups nach einer enttäuschenden Leistung verpasst.

0:1! Frühes Aus für Hertha im 80. Europapokalspiel

28. September 2006, 17:19 Uhr

Hertha BSC Berlin hat den Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Cups nach einer enttäuschenden Leistung verpasst.

Hertha BSC Berlin hat den Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Cups nach einer enttäuschenden Leistung verpasst. Der Tabellendritte der Fußball-Bundesliga unterlag in seinem 80. Europapokal-Spiel bei Odense BK mit 0:1 (0:0) und schied nach dem 2:2 im Hinspiel bereits in der ersten Runde aus. Damit kassierten die Berliner im zwölften Pflichtsspiel der laufenden Saison ihre erste Niederlage und mussten auf die Antrittsprämie von 70.000 Euro für das Erreichen der Gruppenphase verzichten. Vor 15.000 Zuschauern im Fionia-Park erzielte Odenses einziger Angreifer Mads Timm per Abstauber in der 62. Minute nach einem Patzer von Hertha-Keeper Christian Fiedler das Tor des Tages.
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Fiedler faustete den Ball nach einem scharf getretenen Freistoß von Bechara Oliveira aus 25 Metern vor die Füße von Timm, der ohne Mühe vollstreckte. Odense konnte sich damit erst zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte für die 2. Runde des UEFA-Cups qualifizieren. Erstmals gelang dies in der Saison 1994/95, als man überraschend Real Madrid ausschaltete. Damals gewannen die Dänen das Rückspiel bei den Königlichen 2:0. Den Berlinern war zumindest in den ersten 20 Minuten der Wunsch nach dem zwingend notwendigen Tor anzumerken. Die Schützlinge von Trainer Falko Götz gingen zunächst wesentlich aggressiver in die Zweikämpfe als im Hinspiel. Nachdem der Serbe Marko Pantelic aus kurzer Distanz gescheitert war, setzte der Argentinier Christian Gimenez (21.) nach Vorarbeit von Nationalspieler Arne Friedrich einen Kopfball an die Latte. Im Mittelfeld begannen Kevin Boateng und Patrick Ebert auf den Halbpositionen stark, doch mehr und mehr verzettelten sich die Jungstars in Einzelaktionen und halfen der Mannschaft nicht mehr weiter. Götz brachte in der 59. Minute in Ellery Cairo für Pal Dardai und in der 68. Minute in Solomon Okoronkwo für Malik Fathi zwar zwei weitere offensive Kräfte, doch weitere Großchancen blieben Mangelware.

Die Hausherren beschränkten sich zunächst auf die Defensivarbeit, überließen Hertha das Geschehen im Mittelfeld und kamen nur sporadisch zu Kontern. Spielmacher Tobias Grahn, der Hertha im Hinspiel noch große Schwierigkeiten bereitet hatte, startete seinen ersten Sturmlauf in der 26. Minute. Dardai konnte den Blodschopf nur per Foul bremsen. Christian Sörensen setzte den Ball beim fälligen Freistoß knapp am Tor vorbei und hatte damit die einzige echte Chance der Gastgeber vor der Pause. Vor dem Anpfiff hatte Hertha-Trainer Falko Götz kurzfristig noch eine Hiobsbotschaft erreicht. Abwehr-Routinier Dick van Burik musste wegen einer Knieverletzung absagen, dafür rückte der 22 Jahre alte Christopher Samba ins Abwehrzentrum. Neben van Burik fehlten auch die Langzeitverletzten Yildiray Bastürk (Knie) und Gilberto (Knöchel).

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