Nachdem der SC Glück-Auf Sterkrade in der vergangenen Spielzeit erst kurz vor dem Saisonende die Klasse halten konnte, ist man nun überraschend positiv gestartet und liegt sogar dem Tabellenführer TSV Sakafspor auf den Fersen. 4:2 lautete das Endergebnis zwischen SC Glück-Auf und eben Sakafspor am letzten Spieltag der vergangenen Saison, wodurch die Oberhausener letztlich die Klasse hielten.

Oberhausen: GA Sterkrade Überraschungsteam der A-Liga

Voller Glück, obenauf zu sein

Patrick Ryg
24. November 2008, 18:17 Uhr

Nachdem der SC Glück-Auf Sterkrade in der vergangenen Spielzeit erst kurz vor dem Saisonende die Klasse halten konnte, ist man nun überraschend positiv gestartet und liegt sogar dem Tabellenführer TSV Sakafspor auf den Fersen. 4:2 lautete das Endergebnis zwischen SC Glück-Auf und eben Sakafspor am letzten Spieltag der vergangenen Saison, wodurch die Oberhausener letztlich die Klasse hielten.

Nun trafen die beiden Teams wieder aufeinander, diesmal siegte allerdings der TSV mit 3:0. Dass dies das Spitzenspiel der Liga und für Glück-Auf die erste Niederlage seit elf Spielen war, hatte so niemand erwartet.

Zwei von drei Neuzugängen stammen aus der eigenen Jugend, sodass man kaum von einer personellen Aufrüstung sprechen kann. Umso erstaunlicher ist der aktuelle zweite Platz, den man derzeit mit 28 Punkten belegt. "Nach der schwachen letzten Saison haben wir uns zusammengerauft und deutlich konzentrierter und härter gearbeitet", erklärt SC-Trainer Michael Buhlmann und räumt gleichzeitig auch eigene Fehler ein: "Die Mannschaft und ich haben nach dem Aufstieg gedacht, dass es schon irgendwie klappen wird mit dem Klassenerhalt".

Aus diesem Fehlverhalten scheinen Trainer sowie Spieler gelernt zu haben, was der aktuelle Tabellenstand deutlich wiederspiegelt, der bei näheren Hinsehen eine weitere Besonderheit offenbart. So stellen die Sterkrader zwar mit 16 Gegentreffern die beste Defensive der Liga, befindet sich mit 26 geschossenen Toren auch unter den schwächsten Vier der Liga. "Das war im letzten Jahr genau anders. Da haben wir viele Tore geschossen, aber auch hinten viele kassiert", wundert sich auch Buhlmann über den Trendwechsel. Dabei schickte man gleich am ersten Spieltag den VfR 08 Oberhausen mit 5:0 Toren nach Hause, ohne in den folgenden Wochen ähnliche Torausbeuten verbuchen zu können. "Die Chancen sind ja da, aber wir sind einfach nicht abgebrüht genug", bemängelt Buhlmann die Chancenauswertung seines Teams.

Nach der 0:3-Heimpleite gegen Sakafspor ist der Sportclub zunächst einmal wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen und will sich auch noch nicht mit Teams wie dem TSV auf eine Stufe stellen. Denn diese zählen neben dem SC 1920 Oberhausen für Buhlmann zum eigentlichen Favoritenkreis der Liga. "35 Punkte! Das ist unser erklärtes Ziel und daran werden wir weiter festhalten", erklärt der selbstkritische Coach und geht dann doch noch einen kleinen Schritt weiter. "Vielleicht können wir in dem Fall, dass es so weiter läuft wie bisher, auch ein kleines Wörtchen um den Aufstieg mitreden."

Momentan ist man beim SC aber einfach nur glücklich, oben auf zu sein und will möglichst schnell die geforderten 35 Punkte einfahren. Drei Spiele stehen noch bis zur Winterpause aus. Die einmalige Möglichkeit, dem Trainer schon zur Pause ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk zu machen.

Autor: Patrick Ryg

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