Michael Melka dürfte es eigentlich gar nicht mehr gewohnt sein, so viel auf sein Tor zu bekommen wie am vergangenen Freitag.

Fortuna: Melka spricht von einem "glücklichen Sieg"

"Gibt keinen Grund abzuheben"

Christian Krumm
23. November 2008, 11:30 Uhr

Michael Melka dürfte es eigentlich gar nicht mehr gewohnt sein, so viel auf sein Tor zu bekommen wie am vergangenen Freitag.

Denn der Fortuna-Keeper musste einige Male retten, was seine Vorderleute zuvor nicht bereinigen konnten. Sein Meisterstück: Eine Riesen-Fußabwehr gegen eine Direktabnahme von Braunschweigs Marc Pfitzner nach einer knappen Stunde. „Man muss viel trainieren, dann hält man auch mal so einen Ball“, lautete sein trockener Kommentar mit einem Grinsen auf den Lippen.

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Auch seine Team-Kollegen wussten, dass diesmal „der Lange“ einen großen Anteil an der Sicherung der drei Punkte hatte. So zollte Mittelfeldmotor Stephan Sieger seinem Keeper ein großes Lob: „Wir dürfen uns auch bei Michael bedanken, der zwei, drei Mal glänzend reagiert hat.“ Sein Zusatz: „Das macht uns aber auch aus, jeder springt mal für den anderen ein.“

Dabei rieben sich einige Zuschauer verwundert die Augen, als Benjamin Fuchs’ Schuss aus über 30 Metern plötzlich neben dem linken Pfosten des Düsseldorfer Tores einschlug. Nicht nur wegen der Leistung des Braunschweiger Schützen, sondern auch weil Melka keine wirkliche Reaktion zeigte. „Das gehört heutzutage dazu. Egal, aus welchem Material, alle Bälle flattern. Vielleicht muss ich noch härter arbeiten, damit ich auch so einen Schuss halte“, zuckte der Torwart mit den Schultern.

Der Erfolg gegen die Eintracht war der dritte Dreier in Folge. Dennoch hielt Melka den Ball flach: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Es gibt überhaupt keinen Grund abzuheben. Wir haben am Freitag nur glücklich gewonnen, müssen uns in allen Bereichen steigern.“ Eine klare Ansage, die der ehemalige Gladbacher auch direkt unterstreicht: „Wir merken doch selber, dass man sich alles hart erarbeiten und jeden Samstag seine Leistung bringen muss. Das kommt alles nicht von alleine.“ Sein Abschluss: „Ich bleibe dabei, wir hatten Glück, dass wir nicht Unentschieden gespielt haben.“

Autor: Christian Krumm

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