Lüdinghausen: Davaria Davensberg II-Spieler fällt aus der Rolle

Spielabbruch nach Ohrfeige für den Unparteiischen

dc
13. November 2006, 18:34 Uhr

Eigentlich ist der Fußballkreis Lüdinghausen im südlichen Münsterland am Rande des Ruhrgebiets recht überschaubar. Und ruhig. Gestern sind allerdings auch die Lüdinghauser Kicker in der „erlauchten Kreis“ der Spielabbruch-Verursacher aufgestiegen. Die Partie zwischen dem VfL Senden und Davaria Davensberg II wurde nach 81 Minuten abgebrochen – Senden führte 2:1 –, nachdem Davarias Sebastian Altensell gegenüber dem Schiedsrichter handgreiflich geworden war. Zuvor hatte Altensell die „Ampelkarte“ gesehen - eine Entscheidung, die ihm augenscheinlich nicht geschmeckt hatte. Der geohrfeigte Unparteiische zog sich in seine Kabine zurück und gab den Spielabbruch bekannt. Revierkick.de fragte nach: [i]Was war da los?[/i]

Was der Referee nicht mitbekam: Während er über dem Spielbericht brütete, spielten sich auf dem Platz tumultartige Szenen ab, es gab ein wildes Handgemenge zwischen Zuschauern und Spielern beider Mannschaften. Zu diesem wollten sich die Beteiligten nicht äußern, wohl aber zu der Szene, die den Spielabbruch verursachte.

Wolfgang Leifken (Trainer VfL Senden): „Das war ein schallender Schlag in den Nacken. So etwas habe ich in meiner 24-jährigen Trainer-Laufbahn noch nicht erlebt.“

Frank Modica (Spielertrainer Davaria Davensberg II): „Ich habe es eher als eine Art Streicher in den Nacken gesehen. Unentschuldbar ist es natürlich trotzdem. Welche Konsequenzen wir aus dem Spiel in Senden und Sebastians Aussetzer ziehen werden, werden mein Co Carsten Niehaus und ich in Ruhe besprechen. Wenn Sebastian vom Verband ein halbes Jahr gesperrt wird, darf er sich nicht beschweren. Aber auch intern wird es eine Strafe geben.“

Sebastian Altensell (Davaria Davensberg II): „Es war kein richtiger Schlag, mehr ein Schubser. Es war eine Kurzschlussreaktion, die mir wirklich total Leid tut. Ich habe mich später sogar noch beim Schiedsrichter für mein Fehlverhalten entschuldigt.“

Autor: dc

Kommentieren