RS Online deutete das Thema bereits einmal crossmedial an.

RWE: Standard-Qualität spricht für Michel Harrer

Wer fesselt in der Viererkette?

Oliver Gerulat
20. November 2008, 11:07 Uhr

RS Online deutete das Thema bereits einmal crossmedial an.

David Czyszczon wird, wenn nichts großartiges mehr dazwischen kommt, am Samstag, 22. November, ab 14 Uhr beim Auswärtsspiel gegen Leverkusens Zweitvertretung (Kölner Südstadion) nach grippalem Schwächeln wieder zur Verfügung stehen. "Bislang trainierte er noch reduziert, ich rechne aber heute wieder mit ihm", erklärt RWE-Coach Michael Kulm.

Außerdem betont er: "Er hatte vor seinem Ausfall gegen Mönchengladbach alle Spiele absolviert, so viel verliert man dann nicht." Sein Vertreter in der Viererkette war Michael Lorenz, an dessen Leistung Kulm beim Comeback nicht viel auszusetzen hatte. "Ich freue mich über die Situation, dass ich so viele fitte, gute Alternativen zur Verfügung habe", lautet die Kulm-Einschätzung. Erbhöfe gibt es nicht, Kulm schaut "von Spiel zu Spiel." Den heutigen Donnerstag hat Kulm noch zur Beobachtung, Freitag und Samstag-Vormittag auch noch. "Es kann noch so viel passieren", grinst Kulm, "ich stelle so auf, damit das Team am stärksten auftritt."

Das könnte also mit Czyszczon wieder in der Viererkette sein, so dass Lorenz wieder auf seine eigentlich angestammte Position im Mittelfeld rutscht. Wo es dann eine Rolle zu viel gibt, weil sich dort zentral ja auch Stefan Kühne und Michel Harrer tummeln. "Es gibt kein Muss", bleibt Kulm trotz der Bohrerei entspannt, "man schaut, was hat gut geklappt, aber auch, was kann taktisch notwendig sein."

Lorenz überzeugte, Kühne und Harrer jedoch auch, Czyszczon davor sowieso. Ein Luxusproblem! Für Harrer spricht seine bemerkenswerte Qualität bei Standards, ein Defizit, das RWE zu lange hatte. "Ich sehe das nicht anders", lobt Kulm, "das ist ja auch ein Grund, warum Michel oben mit dabei ist." Weil ruhende Bälle "auch spielentscheidend sein können", wie Kulm abnickt.

Oder ein Spiel drehen können, wenn ein Akteur mit dieser Gabe von der Bank aus startet. Kulm amüsiert: "Auch so geht das." Welcher Kicker auch auf die Bank wandert, "niemand ist abgeschrieben." Wie zuletzt das Beispiel Silvio Pagano bewies. Auch Bora Karadag musste trotz guter Darbietungen gegen Gladbach zuschauen. Für Kulm "völlig normal."

Autor: Oliver Gerulat

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