Die Essener Heimstatt Engelbert bleibt 2008 das Maß der Dinge im Behindertenfußball. Nach dem Erfolg beim FUBA-NET Cup NRW 2008 erkämpften sich das sehr gut organisierte und sehr konzentriert spielende Team am letzten Spieltag der Saison 2008 auch den Titel in der FUBA-NET Liga für Menschen mit geistiger Behinderung.

FUBA-Net: Essener Team fängt Fliedner-Kicker ab

Heimstatt Engelbert holt den Meistertitel

Thomas Wein
18. November 2008, 14:52 Uhr

Die Essener Heimstatt Engelbert bleibt 2008 das Maß der Dinge im Behindertenfußball. Nach dem Erfolg beim FUBA-NET Cup NRW 2008 erkämpften sich das sehr gut organisierte und sehr konzentriert spielende Team am letzten Spieltag der Saison 2008 auch den Titel in der FUBA-NET Liga für Menschen mit geistiger Behinderung.

War die Kourdouvelis-Truppe noch mit zwei Punkten Rückstand auf die Fliedner Werkstätten in den sechsten und letzten Spieltag der Saison 2008 gestartet, ließ sie in den entscheidenden Partien nichts anbrennen. Im direkten Duell mit den Konkurrenten aus Mülheim landeten sie im ersten Match mit einem denkbar knappen 3:2 sofort einen Big-Point und sorgten somit schon für eine kleine Vorentscheidung.

Mit fünf Siegen bei zwei Unentschieden dominierten die Frillendorfer die Finalrunde und sahen durch gleichzeitige weitere Punktverluste der Fliedner-Elf die Meisterschaft nie wirklich gefährdet. Insgesamt blieb das Team aus dem Essener Norden damit ihrer dominanten Rolle in dieser Saison gerecht, gab man doch nur nach dem fünften Spieltag zwischenzeitlich die Tabellenführung ab.

"In der Halle tun wir uns immer schwer, aber heute passte eigentlich alles - Erdal und ich haben endlich wieder getroffen", wußte der Zweitplatzierte der Torschützenliste, Dennis Wessing, den Erfolg seines Teams in der Klingenstadt zu erklären. Sechsmal traf Wessing am letzten Spieltag ins Schwarze und schraubte sein Trefferkonto auf 16 Zähler hoch. Gemeinsam mit Sturmkollege Erdal Kaz, dem mit 20 Treffern erfolgreichsten Torschützen der Saison, erzielte er alleine 38 der insgesamt 58 Heimstatt-Tore des Jahres und hatte somit einen wesentlichen Anteil an der Meisterschaft.

Wenngleich die Mülheimer Fliedner Werkstätten die letzten drei Spieltage dominiert hatten, konnten die Loss-Schützlinge dieses Niveau nicht bis zum Saisonfinale halten. "Reine Nervensache in den entscheidenden Momenten", kommentierte Loss das Abschneiden seiner Spieler und zollte ob der starken Leistungen der Essener bei den ersten beiden Spieltagen Respekt: "Glückwunsch an das Team von Telly, die unter freiem Himmel immer sehr starke Leistungen zeigten und sich nun auf den Punkt hin zum Saisonfinale noch einmal steigern konnten. Im nächsten Jahr greifen wir erneut an."

Autor: Thomas Wein

Kommentieren