Einen am Ende verdienten 2:1-Sieg der heimischen SG Eintracht Gelsenkirchen gegen den VfB Kirchhellen sahen rund 100 Zuschauer im Südstadion. Mit einer spielerisch und kämpferisch geschlossenen Mannschaftsleistung hielten die abstiegsbedrohten Gäste aus Kirchellen das erste Spiel unter Interimscoach Jens Koppenborg jedoch lange offen. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Bezirksliga 13: Eintracht Gelsenkirchen gibt sich keine Blöße

Kein Glück für Koppenborg

sb
12. November 2006, 21:15 Uhr

Einen am Ende verdienten 2:1-Sieg der heimischen SG Eintracht Gelsenkirchen gegen den VfB Kirchhellen sahen rund 100 Zuschauer im Südstadion. Mit einer spielerisch und kämpferisch geschlossenen Mannschaftsleistung hielten die abstiegsbedrohten Gäste aus Kirchellen das erste Spiel unter Interimscoach Jens Koppenborg jedoch lange offen. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Vor dem Spiel stand der Favorit eindeutig fest: Der abstiegsbedrohte VfB reiste als krasser Außenseiter zum Tabellendritten, der sich mit einem 10:0-Erfolg in der letzten Partie warm geschossen hatte. Der Rücktritt von VfB-Trainer Detlef Risthaus am Dienstag (revierkick.de berichtete) machte die Sache auch nicht einfacher. Interimscoach Jens Koppenborg, der nach drei Trainingseinheiten noch nicht viel verändern konnte, hoffte deshalb vor allem darauf, dass die Eintracht sein Team unterschätzen würde.

Die erste Halbzeit bot den Zuschauern wenig Erwärmendes, was auch Eintracht-Trainer Ede Demps so sah, der sich wenig begeistert von der Leistung seiner Mannschaft zeigte: „Wir haben die ersten 30 Minuten viel zu pomadig gespielt. Ich hatte den Eindruck, dass einige Spieler noch das 10:0 gegen Horst-Emscher im Hinterkopf hatten, obwohl ich sie vorm Spiel gewarnt habe, dass es heute mit Sicherheit nicht so ein Spaziergang wird wie letzte Woche.“

Fürwahr. Die Gastgeber hatten deutliche Probleme mit den defensiv eingestellten Kirchellener, so dass die Zuschauer erst in der 40. Spielminute die erste Torchance bestaunen durften. Diese vergab Eintracht-Stürmer Serdar Kutucu jedoch fahrlässig.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag. Völlig überraschend ging der Gast aus Kirchhellen in Führung, als sich Andre Große-Beck über die rechte Seite durchgesetzt hatte und Frank Kahnert den Ball nur noch reinzuschieben brauchte (47.).

Die Gastgeber erhöhten nun den Druck und hatten Großchancen im Minutentakt. Der verdiente Ausgleich ließ auch nicht mehr lange auf sich warten - einen harten Kutucu-Schuss ließ VfB-Keeper Mucha abprallen, Martin Tegtmeier stand goldrichtig und besorgte im Nachsetzen das 1:1 (55.).

In der Folgezeit wurde die Partie temporeicher, beide Mannschaften hatten die Möglichkeit in Führung zu gehen. Der Siegtreffer fiel jedoch für die Eintracht. Eine von Thomas Adamzik getretene Ecke konnte Björn Margolf mit einem platzierten Kopfball verwerten (77.).

Ede Demps kritisierte anschließend vor allem seine Stürmer: „Wir hätten noch höher gewinnen müssen, aber unsere Stürmer haben heute kein Zielwasser getrunken. Wir haben das unnötig lange spannend gemacht. Der Sieg war aber hochverdient. Kirchellen war kämpferische sehr gut. Respekt, sie haben das Spiel lange offen gehalten.“

In der Tat hatten sich dem VfB mehrere gute Einschussmöglichkeiten geboten, die jedoch sämtlich ungenutzt blieben. Vor allem Thomas Adamzik (81.) und Rene Puzig (84.) fehlten im Abschluss die nötige Kaltschnäuzigkeit. So bitter die Niederlage für die ambitionierten Gäste auch war, Interimstrainer Jens Koppenborg war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Sicher hätte ich heute gerne ein Punkt mitgenommen, aber wir mussten nicht unbedingt beim Tabellendritten punkten. Ich bin nach den Unruhen der vergangenen Woche mit der läuferischen und kämpferischen Leistung der Mannschaft zufrieden. Darauf kann man aufbauen. Wir haben heute ein anderes System gespielt, mit einer defensiveren Ausrichtung. Wir werden die nächsten Trainingseinheiten dafür nutzen, intensiv weiter zu arbeiten um das zu verbessern.“

Autor: sb

Mehr zum Thema

Rubriken

Kommentieren