Der neue UEFA-Cup-Champion heißt ZSKA Moskau. Im Finale setzte sich der russische Traditionsverein in Lissabon mit 3:1 gegen Sporting Lissabon durch und sicherte sich damit den ersten europäischen Vereinstitel.

ZSKA Moskau holt den UEFA-Cup

18. Mai 2005, 23:11 Uhr

Der neue UEFA-Cup-Champion heißt ZSKA Moskau. Im Finale setzte sich der russische Traditionsverein in Lissabon mit 3:1 gegen Sporting Lissabon durch und sicherte sich damit den ersten europäischen Vereinstitel.

Als erste russische Mannschaft hat sich ZSKA Moskau einen europäischen Vereinstitel gesichert. Im UEFA-Cup-Finale setzte sich der ehemalige Armeeklub bei Sporting Lissabon mit 3:1 (0:1) durch und fügte dem 18-maligen portugiesischen Meister in dessen eigenem Stadion Jose Alvalade eine bittere Niederlage zu. Sporting verpasste seinen ersten UEFA-Cup-Sieg und den zweiten Triumph auf europäischer Ebene nach dem Erfolg im Pokalsieger-Cup 1964.

Lissabon klassisch ausgekontert

Vor 48.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena gingen die Gastgeber durch den Brasilianer Rogerio in der 29. Minute zwar in Führung, wurden nach der Pause aber klassisch ausgekontert. Alexej Beresuzki (57.), Juri Schirkow (66.) und der Brasilianer Vagner Love (75.) machten den Erfolg für die Russen perfekt. Es war Moskaus erster Auswärtssieg im laufenden UEFA-Cup-Wettbewerb. Sporting verlor erst als zweites Team nach dem AS Rom 1984 im Landesmeister-Finale gegen den FC Liverpool ein Heimfinale im Europacup.

Dabei hatten die "Löwen" den Gästen vor der Pause kaum eine Chance gelassen. Sporting spielte aggressiver, eroberte sich reihenweise die Bälle im Mittelfeld und war spielerisch klar überlegen. Nur im Abschluss agierten die Grün-Weißen phasenweise überhastet, so dass die sichere Dreier-Abwehrkette der Russen kaum Probleme hatte. Erst einen unglücklichen Abpraller konnte Rogerio mit einem Schuss von der Strafraumgrenze in den Winkel zum verdienten 1:0 nutzen.

ZSKA hatte erst eine Minute vor der Pause seine erste Chance, deutete aber dort schon seine Konterstärke an. Nach einem Pass von Ivica Olic kam Vagner Love freistehend zum Schuss, scheiterte aus nur gut fünf Metern aber kläglich.

Gastgeber kämpften bis zum Schluss

In der zweiten Halbzeit hatten die Russen bei ihren Gegenstößen mehr Glück. Sporting ließ allerdings auch viel zu viel Platz zum Kontern und entblößte trotz der Führung häufig seine Abwehr. Den Ausgleich erzielte Beresuzki (57.) noch per Kopf nach einer Ecke des Brasilianers Daniel Carvalho, die übrigen Treffer fielen dann nach schnellen Kontern. Danach war Sporting sichtlich geschockt, kämpfte aber bis zum Ende weiter.

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