In der vergangenen Saison sollte es für den VfB Annen mit dem Aufstieg einfach nicht sein. Mit acht Punkten Rückstand musste man sich dem damaligen „Krösus“ Inter Bochum geschlagen geben und damit in der aktuellen Spielzeit ein weiteres Mal in der A-Liga um den ersehnten Sprung in die Bezirksklasse kämpfen. Über die weitere Entwicklung der „Internationalen“ muss man jedoch spätestens seit dem Auftritt bei Stern TV kein Wort mehr verlieren.

Witten: VfB Annen trotz erstem Punktverlust auf Bezirksligakurs

„Inter hat sich selbst zur Lachnummer gemacht“

Fabian Weitkämper
11. November 2008, 19:24 Uhr

In der vergangenen Saison sollte es für den VfB Annen mit dem Aufstieg einfach nicht sein. Mit acht Punkten Rückstand musste man sich dem damaligen „Krösus“ Inter Bochum geschlagen geben und damit in der aktuellen Spielzeit ein weiteres Mal in der A-Liga um den ersehnten Sprung in die Bezirksklasse kämpfen. Über die weitere Entwicklung der „Internationalen“ muss man jedoch spätestens seit dem Auftritt bei Stern TV kein Wort mehr verlieren.

Anders läuft es beim VfB: Ein deutliches Indiz dafür, wer die Bezirksligazugehörigkeit wirklich verdient hätte, liefert Annen auch in diesem Jahr mit einer fast makellosen Bilanz.

Nach elf Siegen aus den ersten elf Partien war für alle Verfolger der Zug für dieses Jahr eigentlich schon mehr oder weniger abgefahren. Doch am letzten Wochenende musste der VfB aus Witten erstmals Punkte liegen lassen, kam bei der Reserve der SG Welper nicht über ein 1:1 hinaus.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/724-1746_preview.jpeg Möchte mit seinen Jungs hoch - VfB-Coach Jens Vogt[/imgbox]Doch noch ist man aufgrund des Sechs-Punkte-Polsters in Annen von Panik weit entfernt, wie Seniorengeschäftsführer Ralf Heyer versichert: „Wir sind mit dem Verlauf der Saison bisher natürlich mehr als zufrieden. Dass da mal einen Unentschieden dazwischen sein kann, ist doch gar nicht zu verhindern. Es wird immer Rückschläge geben. Wir müssen einfach nur konsequent und konzentriert weiterarbeiten.“

Besonders beeindruckend ist neben der mannschaftlichen Geschlossenheit die schnelle Integration der neuen Spieler, die bisher allesamt überzeugen konnten. Trotzdem warnt Heyer davor, alles über den Klee zu loben: „Unsere jungen Akteure und die Mannschaft an sich müssen noch viel lernen. An Partien wie am letzten Sonntag erkennt man, dass man sich nie zu sicher sein darf, auch wenn gegen Welper zum Teil viel Pech im Abschluss dabei war. Außerdem glaube ich, dass einige Jungs vom Kopf her langsam müde werden und wir daher die Winterpause herbeisehnen.“

Doch bis dahin will Annen auf jeden Fall am Platz an der Sonne bleiben und auch danach soll das klare Ziel für die Rückrunde der Aufstieg bleiben: „Wir haben das Potenzial, müssen jedoch von Spiel zu Spiel gucken. Am kommenden Wochenende empfangen wir Kaltehardt, die mit Sicherheit auch nochmal ihre wahrscheinlich letzte Chance nach oben nutzen wollen. Als stärksten Konkurrenten sehe ich jedoch den SV Herbede II, da man nie weiß, wer bei denen aus der Ersten unten aushilft.“

Sollte es am Ende für Rang eins reichen, dürfte im Lager der Wittener auch endlich der Zorn auf „Inter“ verflogen sein, auch wenn Heyer von einer Genugtuung über die aktuellen Entwicklungen bei der Schießbude der Bezirksliga nichts wissen will: „Was da abgeht, ist einfach nur schade. Die machen sich ja selbst nur noch zur Lachnummer.“

Vor derartigen Vereinsvorkommnissen muss man beim VfB zum Glück keine Angst haben, ist sich auch Heyer sicher: „Unser Trainer Jens Vogt hat eine ganz andere Philosophie und baut auf junge Leute und nicht auf welche, die viel Geld verlangen. Die könnte der Club eh nicht bezahlen.“

Sportlicher Erfolg scheint also auch auf einem „gesunden Weg“ realisierbar zu sein.

Autor: Fabian Weitkämper

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