Der VfL Bochum hat sich mit einem 0:0 bei Standard Lüttich im internationalen Geschäft zurückgemeldet. Obwohl der VfL mit drei Spitzen auflief, gelang allerdings kein Treffer gegen die schwachen Belgier.

Bochum erreicht 0:0 bei Standard Lüttich

17. September 2004, 08:14 Uhr

Der VfL Bochum hat sich mit einem 0:0 bei Standard Lüttich im internationalen Geschäft zurückgemeldet. Obwohl der VfL mit drei Spitzen auflief, gelang allerdings kein Treffer gegen die schwachen Belgier.

Der VfL Bochum hat nach einer vielversprechenden Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne den Einzug in die neu geschaffene UEFA-Cup-Gruppenphase dicht vor Augen. Sieben Jahre nach ihrem bislang einzigen Auftritt im Europacup holten die Westfalen ein 0:0 beim belgischen Erstligisten Standard Lüttich, verpassten aber gegen den schwachen Traditionsklub eine noch günstigere Ausgangsposition für das Rückspiel am 30. September.

Über 4000 Bochumer Fans fuhren mit nach Belgien

Über 4000 Bochumer Fans, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mit 70 Bussen zum Maurice-Dufrasne-Stadion gereist waren, bescherten dem VfL vor nur gut 12.000 Zuschauern eine Atmosphäre wie in einem Heimspiel. Doch obwohl Trainer Peter Neururer bei seiner UEFA-Cup-Premiere von Beginn an drei Spitzen aufbot, konnte sein Team die phasenweise deutliche Überlegenheit nicht nutzen.

Schon in der zweiten Minute verfehlte Kapitän Dariusz Wosz, der als einziger Spieler im Bochumer Kader bereits 1997 den Achtelfinal-Einzug der Gäste im UEFA-Cup miterlebt hatte, mit einem Schuss aus 20 Metern das Standard-Tor nur knapp. Auch Vratislav Locvenc (11.), der sein 50. Europacup-Spiel absolvierte, und sein Sturmkollege Mamadou Diabang (14.) trafen mit ihren Schüssen nicht ins Ziel.

Bochums Abwehr ließ nichts anbrennen

Auch die Defensivabteilung der Bochumer ließ gegen Belgiens teilweise erschreckend schwachen Ex-Meister kaum gefährliche Szenen zu. Sergio Conceicao bekam gegen Marcel Maltritz kaum einen Stich. Allerdings verpassten es die Bochumer gerade nach den ersten 20 Minuten, für noch mehr Druck zu sorgen. Besonders Lokvenc bekam bei den zahlreichen Bochumer Angriffen, die meistens durch Wosz eingeleitet wurden, zu wenig verwertbare Zuspiele.

Nach der Pause wurden die Gastgeber zunächst etwas stärker, doch die Bochumer Innenverteidigung mit Raymond Kalla und Alexander Knavs stand sicher. Wie schon in der ersten Halbzeit bekam VfL-Torwart Rein van Duijnhoven kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Doch erneut ließen die Bochumer auf der Gegenseite bei ihren zahlreichen schnell vorgetragenen Angriffen die letzte Konsequenz vor dem Tor vermissen. Lokvenc (75.) und Maltritz (79.) verfehlten aus aussichtsreicher Position wiederum das Lütticher Tor.

"Wir haben uns hervorragend präsentiert"

Trotzdem war Bochums Trainer Peter Neururer stolz auf seine Mannschaft: "Das war eines unserer besten Auswärtsspiele. Wir haben uns hervorragend präsentiert. Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf, dass sie das fällige Tor nicht erzielt hat. Wir fahren mit dem schlechtesten aller Unentschieden nach Hause, aber wir sind zu Hause in der Lage, jede Mannschaft zu schlagen." Lüttichs Trainer Dominique d´Onofrio glaubt dagegen noch an das Weiterkommen seines Teams. "Wir haben gut gespielt und fahren nun nicht chancenlos nach Bochum. Bochum hat, typisch für eine deutsche Mannschaft, taktisch sehr gut gespielt, wir konnten aber dagegen halten. Nun rechnen wir uns in Bochum noch einiges aus."

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