Mit 5:1 hat Schalke 04 das UEFA-Cup-Hinspiel der ersten Runde gegen Metalurgs Liepaja gewonnen. Der dänische Ex-Nationalstürmer Ebbe Sand durfte sich dabei gleich dreimal in die Torschützenliste eintragen.

Schalker Schützenfest dank Ebbe Sand

16. September 2004, 22:07 Uhr

Mit 5:1 hat Schalke 04 das UEFA-Cup-Hinspiel der ersten Runde gegen Metalurgs Liepaja gewonnen. Der dänische Ex-Nationalstürmer Ebbe Sand durfte sich dabei gleich dreimal in die Torschützenliste eintragen.

Mit einem grandiosen Comeback hat Stürmer Ebbe Sand bei Schalke 04 weitere Unruhe verhindert und die Chance auf Millioneneinnahmen im Europapokal eröffnet. Einen Tag nach der überraschenden Trennung von Trainer Jupp Heynckes sorgte der Däne mit einem Dreierpack fast im Alleingang für einen 5:1 (1:1)-Hinspielsieg in der ersten UEFA-Cup-Runde gegen den krassen Außenseiter Metalurgs Liepaja aus Lettland. Damit haben die "Königsblauen" die lukrative Gruppenphase fest im Visier.

Erstes Saison-Pflichtspiel für Sand

Sand, der nach einer Meningitis-Erkrankung sein erstes Pflichtspiel der Saison bestritt, brachte die Gelsenkirchener vor 50.304 Zuschauern zunächst in Führung (20.). Nach dem Ausgleich durch Alexander Katasonow (35.) sorgte der frühere Bundesliga-Torschützenkönig mit einem Kopfballtreffer (52.) und einem abgefälschten Weitschuss (60.) für einen beruhigenden 3:1-Vorsprung. Lewan Kobiaschwili erhöhte mit seinem ersten Tor für "Königsblau" auf 4:1 (67.), Gerald Asamoah in der Schlussminute auf 5:1.

"Wir haben heute gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind. Das gibt Auftrieb für die Zukunft. Jeder ist für den anderen gerannt, jeder hat für den anderen gekämpft", sagte Ebbe Sand nach dem Schlusspfiff. "Wir müssen die Ruhe behalten und weiter arbeiten", so Interims-Trainer Eddy Achterberg. Rudi Assauer ergänzte: "Vor allem war wichtig, dass wir in dieser Situation gewonnen haben."

Schalke auf fünf Positionen verändert

Gegen den lettischen Vizemeister und Tabellenführer hatten die bisherigen Co-Trainer Achterberg und Oliver Reck am Spielfeldrand das Sagen. Zusammen mit Manager Assauer und Teammanager Andreas Müller hatte das Duo die Mannschaft gegenüber der 0:3-Pleite beim VfL Wolfsburg auf fünf Positionen geändert. Für Thomas Kläsener, Hamit Altintop, Gerald Asamoah, Sven Vermant und Mike Hanke erhielten Christian Pander, Gustavo Varela, Lincoln, Rückkehrer Sand und der in der Bundesliga gesperrte Stürmerstar Ailton den Vorzug.

Trotz der Umstellungen tat sich der siebenmalige deutsche Meister sehr schwer. Die zahlreichen Fehlpässe quittierten die Fans mit einem Pfeiffkonzert. Ihre Meinung über den Rauswurf von Trainer Heynckes machten sie zudem auf einem Transparent deutlich: "Mannschaft ohne Leidenschaft - Management, das Leiden schafft!" Wie wenig den "Königsblauen" gelang, zeigte der Ausgleich für die Gäste. Nach einem Fehlpass von Marcelo Bordon grätschte Mladen Krstajic daneben, Katasonow erzielte im fünften Spiel das erste Europapokal-Tor für den Außenseiter, der bei seinen bisherigen Auftritten 1995 und 1998 auf eine Bilanz von 0:17 Toren gekommen war.

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