Während der VfB Hüls nach seinem Höhenflug eine Bruchlandung erleidet, hat der SV Schermbeck seine Negativserie mit einem Sieg beendet. Die Zweite von Rot-Weiss Essen rutscht, trotz guter Leistung gegen Tabellenführer Herne, nach einem Last-Minute-Gegentreffer weiter in die unangenehmen Regionen der Tabelle ab. Lokalrivale ETB hält dafür weiter Kontakt zu den Aufstiegsrängen.

NRW-Liga: Der 14. Spieltag im Überblick

Überraschende Trendwenden

Patrick Ryg
10. November 2008, 13:26 Uhr

Während der VfB Hüls nach seinem Höhenflug eine Bruchlandung erleidet, hat der SV Schermbeck seine Negativserie mit einem Sieg beendet. Die Zweite von Rot-Weiss Essen rutscht, trotz guter Leistung gegen Tabellenführer Herne, nach einem Last-Minute-Gegentreffer weiter in die unangenehmen Regionen der Tabelle ab. Lokalrivale ETB hält dafür weiter Kontakt zu den Aufstiegsrängen.

Äußerst unglücklich kassierte die U 23 von RW Essen die sechste Saisonniederlage gegen den Spitzenreiter Westfalia Herne. Denn als sich scheinbar alle Beteiligten mit einem Remis abgefunden hatten, schlugen die Herner in der dritten Minute der Nachspielzeit doch noch zu. Dabei ragten vor allem die Schlussmänner Robin Himmelmann (RWE II) und Andre Lindenblatt (Herne) heraus, was auch Gäste-Coach Christoph Schlebach anmerkte: "Beide Torleute hatten heute einen absoluten Sahnetag.“

Dass am Ende doch noch für einen Dreier reichte, hatte aber auch Schlebach nicht mehr für möglich gehalten. "Der Sieg für uns ist ehrlich gesagt schon glücklich, Essen hat uns das Leben über 90 Minuten schwer gemacht und gut dagegen gehalten“.

Dass die Luft im Tabellenkeller nach dem vierten Spiel ohne Sieg immer dünner wird, stellte der enttäuschte RWE-Coach Karl-Heinz Pflipsen fest: „Jede Woche hören wir, wie gut wir gespielt haben, wieder stehen wir mit leeren Händen da.“

Nach dem Aufwind der vergangenen Wochen ist der VfB Hüls wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Statt sich mit einem Sieg weiter aus der bedrohten Zone zu entfernen, kassierte die Mannschaft von Trainer Klaus Täuber eine 3:5-Schlappe gegen den direkten Konkurrenten Dellbrücker SC. Nachdem bis zur 60. Minute nur ein mageres Törchen gefallen war, überschlugen sich die Ereignisse in der letzten halben Stunde mit dem besseren Ausgang für die Gastgeber, was Täuber sichtlich auf die Palme brachte: "Das Ergebnis ist ein Witz. Was da abgelaufen ist, ist sehr ärgerlich. Die bessere Mannschaft hat verloren“.

Den Negativtrend vorerst beendet hat der SV Schermbeck mit einem 1:0-Erfolg gegen die Reserve von Arminia Bielefeld. Nach vier Spielen ohne eigenen Treffer, beendete Matthias Pfände die Schermbecker Torflaute, und erzielte damit zugleich den wichtigen Siegtreffer. Bedanken konnten sich die Gastgeber insbesondere bei Schlussmann Stefan Schröder, der sich als sicherer Rückhalt präsentierte und mit seinen Paraden maßgeblich am Erfolg seiner Truppe beteiligt war. „Die Mannschaft hat gut gespielt, alle Vorgaben umgesetzt, nur leider das Tor nicht getroffen", kommentierte Arminen-Coach Armin Perrey das Resultat.

Dass Verfolgertrio im Aufstiegskampf Fortuna Düsseldorf II, MSV Duisburg II und ETB SW Essen, wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und punktete jeweils dreifach. Beim 2:0-Sieg der Essener, machte wiedermal der togolesische Stürmer Abdou-Nassirou Ouro-Akpo auf sich aufmerksam, der einen seiner beiden Treffer mit einem kunstvollen Fallrückzieher erzielte. "Jetzt sind wir wieder oben mit dabei", freute sich ETB-Trainer Klaus Berge über den Aufschwung, den MSV II-Coach Manfred Stefes bei seinem Team nicht überbewerten möchte: „Das ist Quatsch. Es ist schön wie es derzeit ist”, antworte er auf die Frage nach höheren Zielen.

Autor: Patrick Ryg

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