Schalke nach 3:0 gegen Esbjerg im UI-Cup-Finale

03. August 2004, 22:16 Uhr

Der FC Schalke 04 darf nach einem 3:0-Sieg über Esbjerg fB und dem damit verbundenen Einzug ins UI-Cup-Finale weiter vom UEFA-Cup träumen. Bereits das Hinspiel hatten die "Königsblauen" mit 3:1 für sich entschieden.

Schalke 04 kann weiter von UEFA-Cup träumen. Mit einem ungefährdeten 3:0 (1:0) im Halbfinal-Rückspiel des UI-Cups gegen den dänischen Meisterschafts-Dritten Esbjerg fB (Hinspiel: 3:1) zogen die "Königsblauen" ins Endspiel ein, in dem der Bundesliga-Siebte entweder gegen den FC Nantes oder den tschechischen Vertreter Slovan Liberec die Teilnahme am lukrativen UEFA-Pokal perfekt machen kann.

Gegen die biederen Gäste musste sich die Elf von Trainer Jupp Heynckes allerdings nicht verausgaben und konnte Kräfte sparen für das erste Punktspiel am Freitag (20.40 Uhr/live bei ARD und Premiere) beim Double-Gewinner Werder Bremen. Vor 56.320 Zuschauern in der Arena AufSchalke erzielten Mike Hanke (11.), Hamit Altintop (54.) und Gerald Asamoah (63.) die Tore für die in allen Belangen überlegenen Gelsenkirchener.

Bis auf Neuzugang Marcelo Bordon, der nach seinem Ausflug zur Copa America in Peru erst am Montag ins Training eingestiegen war, und den erkrankten Ebbe Sand bot Heynckes seine erste Formation auf, die voraussichtlich auch in Bremen auflaufen wird. Da das Weiterkommen gegen die harmlosen Dänen nur Formsache war, diente die Partie in erster Linie zum Einspielen für den Bundesliga-Auftakt.

Ailton fehlte noch die Bindung zum Spiel

In den Vordergrund spielte sich bei den Hausherren überraschend Jung-Profi Hanke, der nicht nur wegen seines Kopfballtreffers zum 1:0 seinen prominenten Sturmpartner Ailton klar ausstach. Während der U21-Nationalspieler spielstark und torgefährlich war, fehlte dem brasilianischen Bundesliga-Torschützenkönig der vergangenen Saison noch die Bindung zu seinen neuen Mannschaftskollegen. Der "Kugelblitz", der am Freitag erstmals im Trikot des Gegners an alter Wirkungsstätte aufläuft, deutete erst in der zweiten Hälfte seine Stärken an. Beim 3:0 profitierte Asamoah von einem Pfostenschuss des Südamerikaners.

"Es ist noch kein großes Spiel, nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben", meinte Schalke-Manager Rudi Assauer nach der durchwachsenen ersten Halbzeit: "Vielleicht sparen sie sich die Kräfte für Freitag."

Schalke nach dem Seitenwechsel munterer

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel der Gastgeber gegen die immer schwächer werdenden Dänen zwar etwas munterer. Doch es war deutlich zu erkennen, dass die "Königsblauen" sich für das Saisoneröffnungsspiel an der Weser schonten.

Neben Hanke gefiel bei den Schalkern vor allem Abwehrchef Mladen Krstajic. Der Neuzugang aus Bremen bot in der Defensive erneut eine fehlerlose Leistung und setzte auch im Spiel nach vorne Impulse. So bereitete der Serbe Hankes Treffer per Kopfball vor. Bei den Dänen fiel einzig Stürmer Fredrik Berglund auf, der hin und wieder für Gefahr vor dem Schalker Tor sorgte. Seine größte Chance allerdings vergab er kläglich, als er Torhüter Frank Rost bereits ausgespielt hatte, danach aber an Schalkes Kapitän Tomasz Waldoch scheiterte (15.).

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