Nach dem 3:1-Sieg über Esbjerg fB am vergangenen Mittwoch in Herning ist für den FC Schalke der Einzug ins UI-Cup-Endspiel nur noch Formsache. Drei Tage vor dem ultimativen Knüller in Bremen gerät das Halbfinal-Rückspiel gegen die Dänen im öffentlichen Interesse lediglich zur Randnotiz.

SCHALKE - Frustrierter Bordon muss warten

hb
03. August 2004, 14:17 Uhr

Nach dem 3:1-Sieg über Esbjerg fB am vergangenen Mittwoch in Herning ist für den FC Schalke der Einzug ins UI-Cup-Endspiel nur noch Formsache. Drei Tage vor dem ultimativen Knüller in Bremen gerät das Halbfinal-Rückspiel gegen die Dänen im öffentlichen Interesse lediglich zur Randnotiz.

Nach dem 3:1-Sieg über Esbjerg fB am vergangenen Mittwoch in Herning ist für den FC Schalke der Einzug ins UI-Cup-Endspiel nur noch Formsache. Drei Tage vor dem ultimativen Knüller in Bremen gerät das Halbfinal-Rückspiel gegen die Dänen im öffentlichen Interesse lediglich zur Randnotiz.

Nicht so bei Trainer Jupp Heynckes, der über eine weitere wichtige Standort-Bestimmung vor dem Bundesliga-Start sehr froh ist. „Ich denke noch überhaupt nicht an das Spiel in Bremen. Es ist nach wie vor so, dass wir uns auf jede Partie neu vorbereiten“, nickt der 59-jährige Fußball-Lehrer. „In Herning haben wir, bis auf die ersten 20 Minuten, eine konzentrierte Leistung geboten. Diese erwarte ich von meinen Spielern auch im Rückspiel.“

Daher wird Heynckes am Dienstag nicht von seinem im Vorjahr praktizierten Rotations-Prinzip Gebrauch machen, auch wenn sich das vor dem mit Spannung erwarteten Liga-Start beim amtierenden Meister anböte. „Es kann sein, dass ich die Mannschaft auf ein, zwei Positionen verändere. Mehr nicht.“

Marcelo Bordon, der am heutigen Sonntag in Gelsenkirchen erwartet wird und Montag erstmals mit seinem neuen Team trainieren wird, gehört nicht dazu. „Für Dienstag ist es noch zu früh. Dann hätte er ja erst einmal mit der Mannschaft trainiert“, winkt Heynckes ab. „Ich muss ihn erst einmal sehen und mir einen Eindruck darüber verschaffen, in welchem körperlichen Zustand er sich befindet. Dann muss er seine neuen Mitspieler kennen lernen, sich im Spielverbund mit ihnen verständigen.“

Es ist zu hoffen, dass sich der Brasilianer schnell in der neuen Umgebung einlebt und dabei das persönliche Negativ-Erlebnis bei der Copa America verarbeitet. „Er war richtig frustriert. Deshalb war es ganz gut, dass er noch zwei Tage zu seiner Familie gefahren ist, um ein wenig Abstand zu gewinnen“, berichtet Heynckes, der einen geknickten Copa-Gewinner am Handy erlebte. Zur Erinnerung: Bordon war bei der Südamerika-Meisterschaft nicht eine Minute zum Einsatz gekommen.

Ob der künftige Abwehrchef binnen vier Tagen so weit hergerichtet ist, dass er für die Schalker Elf schon eine echte Verstärkung für das Duell mit Werder sein kann, will Heynckes bis zur Abfahrt am Donnerstag offen lassen. „Ich schließe nichts aus“, betonte der Ex-Mönchengladbacher. Dennoch ist davon auszugehen, dass Bordon in Bremen noch nicht auflaufen und wohl erst beim ersten UI-Cup-Endspiel am 10. August in der Arena zum Zuge kommen wird.

Autor: hb

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