Bei den heutigen UEFA-Cup-Rückspielen vertritt Inter Mailand gegen Marseille als letzter verbliebener Serie-A-Klub Italien. Valencia empfängt Bordeaux, Villarreal Celtic Glasgow und Eindhoven fordert Newcastle heraus.

Inter Mailand soll Italiens Ehre retten

db
14. April 2004, 08:52 Uhr

Bei den heutigen UEFA-Cup-Rückspielen vertritt Inter Mailand gegen Marseille als letzter verbliebener Serie-A-Klub Italien. Valencia empfängt Bordeaux, Villarreal Celtic Glasgow und Eindhoven fordert Newcastle heraus.

Italiens Serie-A-Klubs haben diese Saison auf internationalem Parkett enttäuscht. Die italienische Liga hat keinen Verein mehr in der Champions League und wird im UEFA-Cup nur noch durch Inter Mailand vertreten. Der italienische Traditionsklub will beim heutigen Rückspiel jedoch nicht nur Italiens Ehre retten, sondern vor allem die letzte Chance nutzen, einer bisher verkorksten Saison eine Wende zu geben.

In der Serie A belegt Inter derzeit nur den enttäuschenden fünften Rang. Die angestrebte Meisterschaft, die der Verein zuletzt 1989 gewonnen hatte, wurde erneut verpasst, und selbst der finanziell notwendige Einzug in die Champions League ist in Gefahr.

Inter muss 0:1 wettmachen

Der Sprung ins Halbfinale des UEFA-Cups würde die enttäuschten Fans von Inter, das den UEFA-Pokal bisher dreimal, zuletzt 1998, gewonnen hat, wenigstens etwas entschädigen. Allerdings konnten sich die Italiener durch das 0:1 im Hinspiel in Marseille keine gute Ausgangsposition verschaffen.

Dennoch ist Coach Alberto Zaccheroni optimistisch: "Wenn wir das wahre Gesicht von Inter zeigen, dann haben wir eine gute Chance." Zumal die Franzosen auf Torjäger Didier Drogba verzichten müssen. Der Angreifer von der Elfenbeinküste hatte in der vergangenen Woche den entscheidenden Treffer erzielt, sich bei der anschließenden Jubelarie aber eine Verwarnung eingehandelt, weshalb Drogba im San-Siro-Stadion gesperrt ist.

Marseille will für Drogba weiterkommen

Trotzdem zeigte sich auch Olympique-Trainer Jose Anigo zuversichtlich. "Immer wenn es darauf ankam, war mein Team da. Didier ist natürlich sehr wichtig für uns. Aber dann spielt eben Mido, und er wird auch einen guten Job machen", sagte Anigo. Und Mittelfeldspieler Laurent Battles fügte an: "Wir wollen uns für Didier qualifizieren. Er hat so viel für uns getan."

Valencia klarer Favorit

Klarer Favorit ist derweil der FC Valencia gegen Girondins Bordeaux, nachdem der Tabellenführer der Primera Division bereits das Hinspiel in Bordeaux mit 2:1 gewonnen hatte. Doch Girondins hat sich den AS Monaco als Beispiel genommen, der in der Champions League völlig überraschend den haushohen Favoriten Real Madrid eliminiert hatte. "Vielleicht hat Valencia im Moment auch mehr die Meisterschaft im Kopf", sagte Girondins-Coach Michel Pavon zudem.

Villarreal will Chance gegen Celtic nutzen

Gute Chancen, seine Erfolgsgeschichte in seiner ersten Europapokalsaison fortzusetzen, hat auch der zweite spanische Vertreter, der FC Villarreal. Der spanische Underdog, der bereits den AS Rom und Galatasaray Istanbul ausgeschaltet hat, erreichte im Hinspiel beim letztjährigen Finalisten Celtic Glasgow ein beachtliches 1:1. Kein Wunder, wenn Celtic-Profi Jackie McNamara voller Hochachtung über den Tabellen-10. der Primera Division spricht: "Das ist eine der besten Mannschaften, gegen die wir in den letzten Jahren gespielt haben."

"Sir" Bobby Robson empfängt Ex-Klub

Zu einem Wiedersehen mit seinem früheren Klub PSV Eindhoven kommt es erneut für Sir Bobby Robson. Der Teammanager von Newcastle United hatte die Niederländer Anfang der 90er-Jahre zu zwei Meisterschaften geführt. Nun steht Robson nach dem 1:1 im Hinspiel in Eindhoven aber mit Newcastle United vor dem Einzug ins Halbfinale des UEFA-Cups.

Autor: db

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