Das war ein Hammer! Nach der verkorksten letzten Saison hatte Trainer Dirk Sörries den Laden beim WSV Bochum in den Griff bekommen. Und jetzt musste der Coach aus persönlichen Gründen zurücktreten.

WSV Bochum: Faßbender und Brinkmann übernehmen

„Keine Dauerlösung“

Christian Krumm
06. November 2008, 11:27 Uhr

Das war ein Hammer! Nach der verkorksten letzten Saison hatte Trainer Dirk Sörries den Laden beim WSV Bochum in den Griff bekommen. Und jetzt musste der Coach aus persönlichen Gründen zurücktreten.

„Es hat sich bei ihm privaten und beruflichen Bereich einiges verändert, sodass keine Kontinuität bei der Arbeit mit der Mannschaft gewährleistet werden konnte“, betont Dieter Brinkmann, der zusammen mit Hans-Joachim Faßbender das Amt der Sportlichen Leitung ausführt. „Er hat einfach nicht alles unter einen Hut bekommen.“

Dass sportliche Gründe hinter diesem Schritt stecken, kann man sich auch nicht einmal ansatzweise vorstellen. Einige richtig gute Auftritte sorgten dafür, dass der WSV sich derzeit im gesicherten Mittelfeld aufhält und zwischenzeitlich sogar an der Spitze geschnuppert hat. Brinkmann: „Da irgendetwas abzuleiten, wäre absurd. Wenn die Mannschaft in Hordel nicht in der letzten Minute verloren hätte, wären wir ganz oben mit dabei.“ Dem VfB Günnigfeld, der zweifelsohne zur Spitzengruppe der Liga gehört, wurde am Wochenende ein 0:0 abgetrotzt. „Das war wirklich eine bemerkenswerte Leistung“, zieht Brinkmann den Hut vor seiner Truppe, die erst einen Tag zuvor vom Rückzug ihres Trainers erfahren hatte. „Deshalb war es für uns auch nicht möglich innerhalb von 24 Stunden einen neuen Coach zu präsentieren.“

Wie soll es jetzt also in Werne weitergehen? „Adrijan Kesharwazian und Sascha Faßbender übernehmen das Training, Hansel Faßbender und ich werden uns um die Aufstellung und die taktischen Anweisungen vor dem Spiel kümmern. Das wird erst einmal ganz gut klappen, wir sind auf einer Wellenlänge“, erklärt Brinkmann die Situation.

Sein klarer Zusatz: „Das soll aber auf keinen Fall eine Dauerlösung werden. Wir wollen nur nicht aus dem Stand heraus irgendjemanden für den Platz an der Linie zu uns holen.“ Es wird also gesucht. Auch Brinkmann selbst hätte eine Trainerlizenz. „Das stimmt, aber ich habe mich damit abgefunden, dass ich nicht mehr aktiv auf der Bank sitze. Die Arbeit als sportlicher Leiter macht mir eine Menge Spaß.“
Also muss eine externe Lösung her. „Mit einem Kandidaten wurde schon gesprochen. Aber die vermeintlich guten Leute sind alle irgendwo unter Vertrag. Ich kann mich nur wiederholen, einen Schnellschuss wird es nicht geben“, stellt der Vater von Mittelfeldakteur Björn Brinkmann klar. kru

Autor: Christian Krumm

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