Im UEFA-Pokal scheint für die deutschen Vereine nichts zu holen zu sein. Nach Berlin und Hamburg verabschiedete sich auch der 1. FC Kaiserslautern bereits in der ersten Runde. In Teplice unterlagen die Pfälzer mit 0:1.

Auch Kaiserslautern scheitert in Runde eins

ck
17. Oktober 2003, 09:09 Uhr

Im UEFA-Pokal scheint für die deutschen Vereine nichts zu holen zu sein. Nach Berlin und Hamburg verabschiedete sich auch der 1. FC Kaiserslautern bereits in der ersten Runde. In Teplice unterlagen die Pfälzer mit 0:1.

Pleite statt Wunder in Böhmen: Durch ein 0:1 (0:0) beim FK Teplice ist der 1. FC Kaiserslautern in der ersten Runde des UEFA-Pokal gescheitert. Die Pfälzer, die vor zwei Wochen das Heimspiel gegen die Tschechen bereits 1:2 verloren hatten, mussten bei ihrer 13. UEFA-Pokal-Teilnahme erst zum zweiten Mal in Runde eins die Segel streichen. Das Tor des Abends erzielte Henrich Bencik in der 70. Minute.

"Wir haben in der ersten Halbzeit im Mittelfeld unsere Überzahl nicht wie erhofft genutzt, konnten aber den Gegner weitgehend aus dem Spiel nehmen. In der zweiten Halbzeit war uns der Gegner überlegen und die Qualifikation von Teplice war total verdient", analysierte FCK-Coach Eric Gerets nüchtern. Unterdessen blickte sein Gegenüber Frantisek Straka bereits auf die nächste Runde: "Es war eine wunderbare Sache, Kaiserslautern zu schlagen. Mein Traumgegner für die nächste Runde ist Dortmund." Die 14.300 Zuschauer im Stadion "Na Stinadlech" (Am Fallbeil) sahen ein schwaches Spiel beider Teams. FCK-Trainer Erik Gerets hatte bis zum Spieltag auf den Einsatz des an der Achillessehne verletzten Vratislav Lokvenc gehofft. Der Tscheche musste aber nach dem morgendlichen Lauftraining passen. Statt mit drei Spitzen lief in Nationalspieler Miroslav Klose nur eine auf. In der Abwehr spielte der von einem Muskelfaserriss genesene Kameruner Lucien Mettomo für den am Oberschenkel verletzten Kapitän Aleksander Knavs.

Siegerrezept funktionierte nicht

Das von Gerets ausgegebene Siegrezept ("Wir müssen nur zwei Tore schießen und keines rein bekommen") rückte schon nach der ersten Halbzeit in weite Ferne, denn die Pfälzer kreuzten nur höchst selten gefährlich in der Teplicer Hälfte auf und blieben ohne Torerfolg. Die größte Chance vergaben Kamil Kosowski und Kapitän Klose. Kosowski lief nach Vorlage des agilen Mika Nurmela allein auf Keeper Tomas Postulka zu, scheiterte aber ebenso wie Klose, der den abprallenden Ball über das Tor lupfte (21.). Kurz vor der Pause setzte Teplices Kapitän Pavel Horvath einen Kopfball knapp neben das eigene Tor (41.).

Teplice setzte mit dem Hinspiel-Vorsprung im Rücken von Beginn an auf schnelle Konter, versuchte ansonsten aber pausenlos, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Lauterns Torwart Tim Wiese lieferte in der 17. Minute eine Glanzparade ab, als er einen 25-Meter-Schuss von Horvath parierte. Beim FCK erhielt der unermüdlich rackernde Klose in der Offensive kaum Unterstützung. Vor allem Jose Dominguez am linken Flügel blieb blass.

In der zweiten Halbzeit blieb der FCK ohne neue Ideen. Als nach einer knappen Stunde auch noch Klose vom Feld hinkte, wurde es unter den gut 500 mitgereisten Pfälzer Fans still. Kaiserslautern erhöhte zwar das Tempo, blieb aber gegen die biederen Gastgeber insgesamt harmlos. Spätestens der Treffer der Gastgeber machte alle FCK-Träume zunichte.

Autor: ck

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