Borussia Dortmund hat sich für die zweite Runde im UEFA-Cup qualifiziert. Die Borussen sicherten sich vor heimischer Kulisse einen 1:0-Sieg gegen Austria Wien. Das Hinspiel hatte der BVB mit 2:1 gewonnen.

BVB zieht in die zweite UEFA-Cup-Runde ein

16. Oktober 2003, 10:04 Uhr

Borussia Dortmund hat sich für die zweite Runde im UEFA-Cup qualifiziert. Die Borussen sicherten sich vor heimischer Kulisse einen 1:0-Sieg gegen Austria Wien. Das Hinspiel hatte der BVB mit 2:1 gewonnen.

Borussia Dortmund hat trotz Verletzungssorgen die erste Hürde souverän genommen und als erster deutscher Klub die zweite Runde des UEFA-Pokals erreicht. Nach dem 2:1 im Hinspiel gewannen die Westfalen auch das zweite Duell mit dem österreichischen Meister Austria Wien mit 1:0 (0:0). Den entscheidenden Treffer erzielte Lars Ricken, der bereits das Siegtor in Österreich erzielt hatte, mit einem Kopfball in der 17. Minute.

Sammer: "Haben anfangs zu kompliziert gespielt"

Dortmunds Trainer Matthias Sammer war dennoch nicht vollends mit der Leistung seines Teams einverstanden: "Wir haben nicht so gut ins Spiel gefunden und anfangs viel zu kompliziert gespielt. Und in der zweiten Halbzeit hätten wir streckenweise einfach souveräner agieren müssen." Der frühere Bundesliga-Coach Joachim Löw war dagegen trotz der Niederlage seiner Wiener zufrieden: "Wir ein richtig gutes Spiel geliefert und einen guten Fight gezeigt."

Vor 50.500 Zuschauern im Westfalenstadion begannen die Borussen äußerst zurückhaltend und überließen den Österreichern das Feld. Doch die Mannschaft des ehemaligen Bundesliga-Trainers Joachim Löw präsentierte sich im Angriff als zu harmlos, um die Borussen in ihrem 157. Europapokal-Auftritt ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Mit zunehmender Spielzeit kam der BVB besser ins Spiel und verschärfte den Druck auf die österreichische Abwehr. Doch bis auf das 14. Europapokal-Tor von Ricken kam bis zur Halbzeit nichts Zählbares heraus. Die Borussia versäumte es, Kapital aus der Harmlosigkeit der Gäste zu schlagen.

Besonders im Mittelfeld wurde ein Kreativspieler wie Tomas Rosicky in der Anfangsphase vermisst. Der Tscheche saß nach überstandener Blindarmoperation zunächst auf der Bank. Zudem feierten Jan Koller und der Argentinier Juan Fernandez nach Verletzungen beziehungsweise Erkrankungen ein Comeback im Borussen-Kader.

Frischer Wind durch Ex-Bundesliga-Profi Dundee

Erst nach dem Wiederanpfiff wurde die Begegnung wesentlich lebhafter, weil die Österreicher ihre allerletzte Chance auf die angestrebte Wende suchten. Für Belebung im Angriff sorgte der eingewechselte ehemalige Bundesliga-Profi Sean Dundee, der in der 56. Minute sogar den Ausgleichstreffer auf dem Fuß hatte. Doch nach einem sehenswerten Distanzschuss von Sigurd Rushfeldt hatten die Österreicher ihr Pulver offensichtlich verschossen. Im Anschluss vergaben die Borussen durch Dede, Ricken und Ewerthon drei hochkarätige Möglichkeiten innerhalb von nur acht Minuten, um die Begegnung noch klarer für sich zu entscheiden.

Zwar stimmte unter dem Strich das Ergebnis und auch das Engagement der Schwarz-Gelben, doch spielerisch blieb angesichts der weiterhin fehlenden acht Verletzten vieles im Argen. Von den Wienern kaum gefordert, konnten die Borussen einen Gang zurückschalten, um sich für das bevorstehende Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 am kommenden Samstag zu schonen.

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