Schalke siegt dank Schlussspurt gegen Liberec

ac
31. Juli 2003, 12:52 Uhr

Der FC Schalke 04 hat sich im Halbfinal-Hinspiel des UI-Cups gegen Slovan Liberec nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Späte Treffer von Filip Trojan und Gerald Asamoah verwandelten den 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg.

Der tschechische Erstligist Slovan Liberec hat dem FC Schalke 04 im Halbfinal-Hinspiel des UI-Cups einiges abverlangt. 52.288 Zuschauer in der Arena AufSchalke waren mit dem Ergebnis, jedoch nicht mit der Leistung der "Königsblauen" zufrieden. Nach einem 0:1-Rückstand schafften Filip Trojan und Gerald Asamoah noch die Wende.

Altintop verschießt Elfmeter

Die Partie hatte zu Beginn zunächst einen unglücklichen Verlauf für Schalke genommen: Denn Neuzugang Hamit Altintop verschoss nach einem Handspiel von Juray Ancic den fälligen Elfmeter (14.). Ohne Asamohas Treffer hätten die Gelsenkirchener, die drei Tage vor dem Bundesliga-Auftakt mit dem 122. Revierderby gegen Borussia Dortmund mit zahlreichen Spielern aus der zweiten Garnitur antraten, denn auch mit dem Remis sogar noch zufrieden sein müssen. Denn der tschechische Meister von 2002, der in der vergangenen Saison in der Champions-League-Qualifikation am späteren Sieger AC Mailand gescheitert war, hatte in der zweiten Halbzeit schon vor der Führung mehrere Chancen.

Heynckes, der nicht nur auf ein halbes Dutzend verletzter Stammspieler verzichten musste, sondern zudem einigen bewährten Kräften kurz vor dem Bundesliga-Start eine Pause gönnte, sah zwar in der ersten Halbzeit eine überlegene Schalker Mannschaft. Die "Königsblauen" boten auch die eine oder andere sehenswerte Kombination, der letzte Pass vor dem gegnerischen Tor misslang allerdings. Nach der Pause retteten Torhüter Frank Rost gegen Jan Nezmar (49.) und der Pfosten beim Schuss von Michal Postisiel (58.) die "Knappen" vor einem früheren Rückstand.

Bei den Gastgebern blieb vor allem nach dem Wechsel vieles Stückwerk. Für die wenigen Glanzlichter sorgten trotz seines verschossenen Elfmeters Mittelfeldspieler Altintop, der öfter seine enormen technischen Möglichkeiten aufblitzen ließ, und in der Schlussphase auch noch Trojan. In der Abwehr feierte Kapitän Tomasz Waldoch nach auskuriertem Muskelfaserriss ein gelungenes Comeback.

Autor: ac

Kommentieren