Die deutschen Mannschaften im UI-Cup, Schalke, Bremen und Wolfsburg, stehen heute bei den Halbfinal-Hinspielen vor lösbaren Aufgaben. Schalke 04 hat mit Slovan Liberec die wohl schwerste Aufgabe zu lösen.

Schalke, Bremen und Wolfsburg im UI-Cup-Einsatz

as
30. Juli 2003, 18:54 Uhr

Die deutschen Mannschaften im UI-Cup, Schalke, Bremen und Wolfsburg, stehen heute bei den Halbfinal-Hinspielen vor lösbaren Aufgaben. Schalke 04 hat mit Slovan Liberec die wohl schwerste Aufgabe zu lösen.

Schalke 04, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg wollen in den internationalen Wettbewerb. Doch der Umweg über den UI-Cup ist beschwerlich. Heute stehen die Halbfinal-Hinspiele an: Die Chance, die Verfehlungen der vergangenen Spielzeit vergessen zu machen.

Schalke bekommt es dabei mit dem tschechischen Vertreter Slovan Liberec (20.15 Uhr) zu tun, Werder muss zum österreichischen Erstligisten SV Pasching reisen (18.00) und Wolfsburg tritt bei Cibalia Vinkovci in Kroatien (17.00 Uhr) an.

Liberec ein harter Brocken

Der härteste Brocken scheint dabei auf die Gelsenkirchener zu warten. "Das ist schon ein echtes Europapokalspiel. Slovan ist eine technisch starke Mannschaft. Wir werden uns steigern müssen", sagt Schalkes Trainer Jupp Heynckes. Die Leistung beim 2:1 am vergangenen Samstag gegen Dacia Chisinau/Moldawien war ziemlich dürftig. Liberec hat auf internationaler Ebene in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Visitenkarte hinterlassen. In der Qualifikation zur Champions League hatte man in der abgelaufenen Saison den späteren Sieger AC Mailand am Rande des Ausscheidens. Nach einem 2:1-Heimsieg verloren die Tschechen in Mailand mit 0:1 und scheiterten nur auf Grund des geschossenen Auswärtstores der Italiener.

"Wie stark Liberec ist, haben wir in den vergangenen Jahren gesehen. Wir sind also gewarnt", meint Stürmer Ebbe Sand. Heynckes muss gegen die Tschechen weiterhin auf Victor Agali (Knieprobleme), Jörg Böhme (Kreuzbandriss), Marco van Hoogdalem (Hüftverletzung), Niels Oude Kamphuis (Adduktorenabriss) und Emile Mpenza (Muskelfaserriss) verzichten. Kapitän Tomasz Waldoch steht nach auskuriertem Muskelfaserriss wieder in der Anfangsformation. Auch Nico van Kerckhoven (muskuläre Probleme) spielt in den Planungen von Heynckes eine Rolle. Bis Dienstagmittag waren bereits 47.000 Karten verkauft.

Werders Innenverteidigung droht auszufallen

Werder tritt bei Pasching ebenfalls mit Verletzungssorgen an. Die Innenverteidigung mit Mladen Krstajic (Halsschmerzen) und Frank Baumann (Probleme am Sprunggelenk) droht auszufallen. Im Angriff sind Markus Daun (Sehnenverletzung) und Ivan Klasnic (Innenbandriss) nicht einsatzbereit. "Das macht uns die Aufgabe in Österreich nicht einfacher. Die Liga hat dort bereits begonnen und somit wird Pasching körperlich weiter sein als wir. Wir wollen aber unser Ziel unbedingt erreichen, und das heißt UEFA-Cup-Qualifikation", sagt Trainer Thomas Schaaf, dessen Paschinger Gegenüber Georg Zellhofer nach zwei Niederlagen zum Saisonstart am Montag aus gesundheitlichen Gründen seinen Hut nahm. Zu seinem Nachfolger wurde am Dienstag Heinz Hochhauser benannt.

Wolfsburg weiter ohne Maric

Der VfL Wolfsburg hofft vor der Partie bei Cibalia Vinkovci erneut auf eine starke Leistung von Neun-Millionen-Euro-Mann Andres D'Alessandro. Der Argentinier zeigte bei seinem ersten Auftritt am vergangenen Wochenende beim 2:0-Sieg über Synot Stare Mesto aus Tschechien vielversprechende Ansätze und soll wieder von Beginn an auflaufen. "Er macht einen sehr guten Eindruck. Ob er in ein körperliches Loch fällt, hängt auch von unseren Ergebnissen ab. Im Erfolg ist vieles leichter", erklärte VfL-Trainer Jürgen Röber.

Der Coach muss gegen den Tabellenfünften der vergangenen Saison in Kroatien weiter auf Stürmer Tomislav Maric (Muskelprobleme) verzichten. Auch hinter dem Einsatz des zuletzt überragenden Martin Petrow (muskuläre Probleme) steht ein Fragezeichen. Abwehrspieler Patrick Weiser hat hingegen seinen Muskelfaserriss überstanden und ist in den Kader zurückgekehrt. "Wir sind sicherlich der Favorit, aber Cibalia ist stärker einzuschätzen als unsere bisherigen Gegner aus Bulgarien und Tschechien", meint Röber.

Autor: as

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