Wiedergutmachung für die ärgerliche 1:3-Pleite in Jena wurde durch den 4:0-Erfolg am vergangenen Wochenende gegen Crailsheim bereits betrieben. So spendierte SGS-Coach Ralf Agolli seinen Mädels nach der Englischen Woche auch einen trainingsfreien Tag am Mittwoch.

SGS: Deniz Özer will den Spitzenclub ärgern

„Name ist nicht entscheidend“

Sarah Landsiedel
02. November 2008, 08:07 Uhr

Wiedergutmachung für die ärgerliche 1:3-Pleite in Jena wurde durch den 4:0-Erfolg am vergangenen Wochenende gegen Crailsheim bereits betrieben. So spendierte SGS-Coach Ralf Agolli seinen Mädels nach der Englischen Woche auch einen trainingsfreien Tag am Mittwoch.

„Eigentlich halten wir jeden Tag Einheiten ab, aber durch die zuletzt gute Leistung hat der Trainer eine Ausnahme gemacht“, lacht Deniz Özer.

Dass die Stürmerin bester Laune ist, verwundert nicht. Zu Beginn der Saison durch eine Schulterprellung zurückgeworfen, zwei Wochen Pause inklusive, ist Özer jetzt wieder voll dabei. Gegen Crailsheim bereits in der Startformation, wird sie auch am heutigen Sonntag in Potsdam von Beginn an auflaufen. „Der Trainer hat mir bereits gesagt, dass ich durch meinen guten Auftritt auch gegen Turbine dabei sein werde, das freut mich natürlich. Ich habe gut trainiert und bin zu hundert Prozent da.“
Auf die Partie beim Tabellenzweiten ist 21-Jährige schon gespannt, und auch beim Spitzenclub rechnet sich Özer was aus. „Wir haben in der Vergangenheit gerade gegen die großen Vereine richtig gut ausgesehen. Unsere Vorbereitung war sehr gut, ich bin sicher, dass wir auch diesmal einen Favoriten ärgern können.“

Dabei setzen die Essenerinnen nicht auf eine defensive Taktik: „Unser Coach lässt immer offensiv agieren, der Name des Gegners ist da nicht entscheidend.“

Bereits am Samstag ging es für die SGS in den Osten, wo noch eine Trainingseinheit abgehalten wurde. „Wenn wir keinen schlechten Tag erwischen, bin ich sehr optimistisch“, gibt sich Özer gelassen.

Wenn die Offensivkraft nicht auf dem Platz steht, absolviert sie ihre Ausbildung zur Bürokauffrau. „Ich gehe jeden Tag zur Arbeit oder zur Schule, dann kurz nach Hause, bevor es zum Training geht. Gegen 22 oder 23 Uhr bin ich dann zuhause“, erzählt Özer. Die Lehre aber nimmt die Schönebeckerin ernst, damit man „später was in der Hand hat“. Nur auf den Fußball will sich Özer nicht verlassen, auch wenn dem Sport ihre ganze Leidenschaft gilt. „Sonst würde man das auch nicht machen. In der Woche und am Wochenende muss man hart arbeiten. Ohne Spaß und Konzentration geht das nicht.“ Beides ist bei Özer im Moment in hohem Maße vorhanden.

Autor: Sarah Landsiedel

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