Für VfL-Coach Jürgen Röber dürfte es eine Genugtuung sein: Gegen seinen Ex-Klub Hertha BSC Berlin gelang dem VfL Wolfsburg ein verdienter 2:0-Heimsieg.

Harmlose Berliner in Wolfsburg chancenlos

bb
17. Mai 2003, 17:40 Uhr

Für VfL-Coach Jürgen Röber dürfte es eine Genugtuung sein: Gegen seinen Ex-Klub Hertha BSC Berlin gelang dem VfL Wolfsburg ein verdienter 2:0-Heimsieg.

Hertha BSC Berlin scheint im Endspurt um die UEFA-Cup-Plätze in der Bundesliga die Luft auszugehen. Die Berliner verloren am vorletzten Spieltag mit 0:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg, kassierten ihre dritte Niederlage in Folge und rutschten damit auf den sechsten Tabellenplatz ab. Goalgetter Tomislav Maric (5.) per Foulelfmeter und der eingewechselte Dorinel Munteanu (58.) machten den Sieg für die "Wölfe" perfekt.

Im letzten Heimspiel der Saison verabschiedete sich Wolfsburg mit einer sehenswerten Leistung von seinen Fans und unterstrich durch den elften Heimsieg seine UI-Cup-Ambitionen. Vor dem Anpfiff hatte VfL-Manager Peter Pander die scheidenden Spieler Tobias Rau (Bayern München), Robson Ponte (Bayer Leverkusen) und "Urgestein" Frank Greiner (Karriereende) verabschiedet.

Herthas Trainer Huub Stevens ließ Kapitän Michael Preetz in dessen letztem Auswärtsspiel als Profi bis zur 63. Minute auf der Bank, dafür stürmte erstmals von Beginn Nachwuchshoffnung Nando. "Sorgenkind" Alex Aves gehörte gar nicht mehr zum Kader. Er wird zum brasilianischen Klub Atletico Mineiro Bello Horinzonte wechseln, nachdem es ein wochenlanges Zerwürfniss mit Trainer Huub Stevens gegeben hatte.

van Burik foult Ponte zum Elfmeter

Vor 25.634 Zuschauern zeigte vor allem Robson Ponte in seinem letzten Heimspiel für die VW-Städter eine gute Leistung. In der fünften Minute konnte Dick van Burik den Wolfsburger nur per Foul im Strafraum stoppen. Den fälligen Strafstoss verwandelte Maric mit seinem 12. Saisontor.

Um den fünften Platz in der Tabelle fürchtend, schaltete Hertha in der Folgezeit einen Gang höher, doch vor dem gegnerischen Strafraum waren die Hauptstädter oft mit ihrem Latein am Ende. Nur selten geriet der Ball in die gefährliche Zone, entweder zeigten die Spitze Nando (22. ,39.) sowie Bart Goor (13.) im Abschluss Nerven, oder der 39-Jährige Torwart-Oldie Claus Reitmaier war in seinem wohl letzten Heimspiel zur Stelle.

Nach dem Wechsel drückten die Herthaner auf den Ausgleich, doch Marcelinho und Beinlich erreichten ihre Spitzen nur äußerst selten mit guten Pässen. Gefährlicher blieben stattdessen die Wolfsburger, die durch Martin Petrow (54.) per Gewaltschuss und Maric (55.) per Kopfball zunächst noch scheiterten. Der eingewechselte Munteanu sorgte dann in der 58. Minute nach schöner Vorarbeit von Maric für die Vorentscheidung zum 2:0.

Autor: bb

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