Zum Jubiläum wieder an der Spitze: In seinem 1000. Bundesligaspiel hat Bayer Leverkusen zumindest für 24 Stunden wieder die Tabellenführung übernommen.

Leverkusens Sieg verschärft Werder Bremens Krise

Nach 1000. Spiel Tabellenführer

sid
28. Oktober 2008, 22:07 Uhr

Zum Jubiläum wieder an der Spitze: In seinem 1000. Bundesligaspiel hat Bayer Leverkusen zumindest für 24 Stunden wieder die Tabellenführung übernommen.

Die Westdeutschen setzten sich nach einer starken Leistung bei Werder Bremen verdient mit 2:0 (0:0) durch und landeten damit den dritten 2:0-Sieg hintereinander. Der Vizemeister hingegen kassierte seine erste Heimniederlage und verliert immer mehr den Kontakt zum oberen Tabellendrittel.

Vor 37.142 Zuschauern im Weserstadion gelang Arturo Vidal in der 71. Minute der Führungstreffer. Der Chilene schob den Ball nach einem Fangfehler von Werder Bremens Ersatztorhüter Christian Vander aus kurzer Distanz über die Linie. Nach einem erneuten Durcheinander in der Bremer Hintermannschaft sorgte der Ex-Bremer Manuel Friedrich in der 81. Minute für den Endstand. Diese Torerfolge krönten eine sowohl spielerisch als auch kämpferisch beeindruckende Vorstellung der Gäste, die nach einer schwachen Auftaktviertelstunde das Heft immer mehr in die Hand nahmen und den Platzherren kaum Raum zur Entfaltung ließen.

Zwar musste man den Hanseaten zugute halten, dass mit Torwart Tim Wiese, Nationalspieler Clemens Fritz, Mittelfeldspieler Diego und Torjäger Claudio Pizarro gleich vier wichtige Stammspieler verletzungsbedingt fehlten, dennoch hinkt Werder seiner Normalform weit hinterher. Trainer Thomas Schaaf versuchte immer wieder durch laute Rufe und weit ausholenden Gesten Einfluss auf die Aktionen seiner Schützlinge zu nehmen, doch vergeblich. Selbst zu einer wirklichen Schlussoffensive konnten sich die Norddeutschen, die im sechsten Pflichtspiel in Folge sieglos blieben, nicht mehr aufraffen.

Ganz anders die Leverkusener: Klug dirigiert vom Brasilianer Renato Augusto ließen sie die Platzherren speziell im Mittelfeld immer wieder schlecht aussehen und hätten bei besserer Chancenverwertung sogar noch höher gewinnen können. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ es das Team von Coach Bruno Labbadia in den Schlussminuten sogar ruhig angehen, um sich für das bereits am Freitag bevorstehende Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg zu schonen.

Autor: sid

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