Das Bangen um Markus Kurth geht weiter.

RWE: Aydin in Kotula-Rolle und wer agiert links?

Kurth noch nicht bei 100 Prozent

Oliver Gerulat
28. Oktober 2008, 17:24 Uhr

Das Bangen um Markus Kurth geht weiter. "Er steht wieder im Team-Training", erklärt RWE-Trainer Michael Kulm, der seinen Routinier in den Matches gegen den SC Verl (Mittwoch, 29. Oktober, Georg Melches-Stadion, 19.30 Uhr) und gegen den Unterbau des FSV Mainz 05 auf identischem Geläuf (Samstag, 1. November, 18.30 Uhr) gerne dabei hätte.

"Er wird sich am Mittwoch auch noch einem Test unterziehen", kündigt Kulm an. So war es auch vor dem Gang nach Münster geplant, zum körperlichen Vorfühlen kam es am Sonntag gar nicht, weil der 35-Jährige den Kopf schüttelte. Nach langer Karriere kennt man seinen Körper.

Die Truppe trifft sich am Mittwoch-Morgen, ein kurzer Aufgalopp wird absolviert, dann verbringt man die nächsten Stunden im Tageshotel. Ein deutliches Indiz, dass die Verantwortlichen davon überzeugt sind, das Match gegen Verl hat richtungsweisende Bedeutung. Auf Umfeld-Theater hat niemand Bock. Kurth wankt, Jozef Kotula steht gegen den SCV auf keinen Fall zur Verfügung. Ob der Bluterguss über dem Knie ein Auflaufen gegen Mainz zulässt, "wird sich noch rausstellen", unkt Kulm, der dabei nicht unbedingt frohlockend vorausblickt.
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Erst einmal geht es um den Ex-Duisburger Kurth. "Er fühlt sich auf jeden Fall besser", macht Kulm deutlich, "es ist schwer zu sagen, ob er es schafft." Weil der A-Lizenzinhaber auch nicht alle Karten auf den Tisch legen will. Kulm über die Verletzung der Oberschenkelmuskulatur beim Offensivmann. "Er spürt das auch noch, zu 100 Prozent haben wir ihn noch nicht belastet." Verl ist wichtig, Mainz auch, die dann folgenden sieben weiteren Einsätze bis zur Winterpause aber auch. "Markus wird nur auflaufen, wenn alles klar ist, sonst macht das keinen Sinn", legt sich Kulm fest.

Tugrul Aydin könnte die Kotula-Rolle rechts in der Viererkette übernehmen, in Münster überzeugte der 20-Jährige als Doppelsechs zusammen mit Stefan Kühne. Kulm lobt bereitwillig: "Er war für uns in dieser zentralen Rolle sehr wertvoll, machte sehr wenig Fehler, agierte ruhig und diszipliniert. Ob wir das so machen, darüber schlafe ich noch eine Nacht."

Auch darüber, wen man auf der linken offensiven Außenbahn ins Rennen schickt. Robert Mainka machte deutlich, dass er auch in einer eher zentraleren Rolle wertvoll sein kann. "Links spielten wir auch schon mit Bora Karadag, Dennis Bührer oder Silvio Pagano." Der Italiener wechselte von rechts.

Kulm: "Auch darüber möchte ich mir noch einmal den Kopf zerbrechen." Leon Enzmann, der am heutigen Dienstag satte 18 Jahre wurde und in Münster in der Startelf stand, ist nicht abgeschrieben, auch wenn gegen die Preußen zur Halbzeit Schicht war. Kulm: "Er fand in Münster nicht so ins Spiel, wird uns aber in der Zukunft noch viel Spaß machen."

Autor: Oliver Gerulat

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