Obwohl der in der Meisterschaft ungeschlagene Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt weiter auf drei Hochzeiten tanzt, musste Heribert Bruchhagen erst einmal ganz tief Luft holen.

Frankfurt tanzt weiter auf drei Hochzeiten: Bruchhagen wurde `angst und bange´

26. Oktober 2006, 11:01 Uhr

Obwohl der in der Meisterschaft ungeschlagene Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt weiter auf drei Hochzeiten tanzt, musste Heribert Bruchhagen erst einmal ganz tief Luft holen.

Obwohl der in der Meisterschaft ungeschlagene Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt weiter auf drei Hochzeiten tanzt, musste Heribert Bruchhagen erst einmal ganz tief Luft holen. `In der zweiten Halbzeit ist mir angst und bange geworden. So sind wir in dieser Saison noch nie an die Wand gespielt worden´, erklärte der Vorstandsvorsitzende nach dem 2:1 (2:0)-Erfolg in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Zweitliga-Aufsteiger Rot-Weiß Essen. Allerdings machte sich der UEFA-Cup-Teilnehmer und Pokalfinalist der vergangenen Saison den Kampf um den Achtelfinal-Einzug schwerer als nötig. Nach der beruhigenden Führung durch Markus Weissenberger (11.) und Ioannis Amanatidis (28. ) schaltete der viermalige Cup-Gewinner einen Gang zurück und geriet in der letzten halben Stunde gehörig unter Druck. `Dafür habe ich auch keine Erklärung. Wir haben es versäumt, den entscheidenden Konter zu setzen´, meinte Bruchhagen, der für die Runde der letzten 16 einen Wunschgegner hat:
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`Ein Derby zu Hause gegen Kickers Offenbach wäre ein Traum.´ Trainer Friedhelm Funkel ist der nächste Gegner unterdessen egal. `Ich bin froh, dass wir am Sonntag überhaupt noch in der Lostrommel sind. Die ersten beiden Runden haben gezeigt, wir schwer es für die Bundesligisten ist, auswärts zu gewinnen´, sagte Funkel angesichts von bereits neun gescheiterten Favoriten. `Wir haben schließlich bei keinem Bauernverein gespielt. Es ist normal, dass man unter Druck gerät, wenn man kurz vor Schluss auswärts nur mit einem Tor führt´, ergänzte der Coach, der sein Team auf fünf Positionen zum letzten Bundesligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg (2:2) verändert hatte. Gerade nach dem Anschlusstreffer von Alexander Löbe (57.) musste Funkel erkennen, dass der zweite Anzug noch nicht zu 100 Prozent sitzt.

`Vor dem Gegentor hat sich Christopher Reinhard ein überflüssiges Foul geleistet´, analysierte Funkel angesichts der Aktion des 21-Jährigen an der eigenen Eckfahne. `Zudem hatten nicht alle ihren besten Tag´, ergänzt der Frankfurter Trainer mit Hinblick auf die Leistung von Alexander Meier und Naohiro Takahara. Lob gab es für die Frankfurter hingegen von Ex-Spieler Arie van Lent, der im Essener Angriff gegen Aleksandar Vasoski einen schweren Stand hatte. `Auch wenn die Frankfurter Spieler wie Huggel oder Spycher draußen lassen, steht viel Qualität auf dem Platz. Sie haben momentan einen Lauf, da muss man den Hut vor ziehen´, erklärte der Niederländer.

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