Der FSV Witten startet in dieser Saison einen neuen Anlauf den Landesliga-Aufstieg zu realisieren. In Erinnerung sind die dramatischen Szenen des letzten Spieltages vom 1. Juni geblieben. Die Elf von Trainer Thomas Gerner trennte sich nur torlos von Gevelsberg und TuS Stockum zog vorbei.

BL 14: FSV Witten will Vorjahres-Dramatik vermeiden

"Könnte sonst zu Verkrampfungen führen"

Desirée Kraczyk
28. Oktober 2008, 07:52 Uhr

Der FSV Witten startet in dieser Saison einen neuen Anlauf den Landesliga-Aufstieg zu realisieren. In Erinnerung sind die dramatischen Szenen des letzten Spieltages vom 1. Juni geblieben. Die Elf von Trainer Thomas Gerner trennte sich nur torlos von Gevelsberg und TuS Stockum zog vorbei.

Eine Wiederholung ist ausdrücklichst unerwünscht. Für Spannung wird aber auch in diesem Jahr gesorgt, am Wochenende gab es gegen den sehr defensiv eingestellten Hedefspor Hattingen die erste und zudem unerwartete Niederlage. Die Wittener verpassten damit die Chance, sich einen komfortableren Vorsprung zu verschaffen, denn die schärfsten Konkurrenten, die Spielvereinigung Hagen 11 und der SC Obersprockhövel, trafen im Verfolgerduell aufeinander. „Das Ergebnis ist sicherlich unglücklich, aber unser Druck hat sich dadurch nicht verbessert oder verschlechtert. Uns wurden außerdem noch einmal die Augen geöffnet und wir wissen nun, dass wir noch mehr tun müssen“, betont Gerner.

Die Steigerung ist vor allem notwendig, weil das Punktekonto zum Saisonhöhepunkt nach Möglichkeit ein ungefährdetes Polster bieten soll. „Es darf nicht wieder so eng werden, ansonsten könnte die Situation bei dem ein oder anderen Akteur zu Verkrampfungen führen“, erwartet der Sportliche Verantwortliche eine gute Vorarbeit. Im Vergleich zur vergangenen Spielzeit hat der FSV-Kader sowohl an Quantität als auch an Qualität zugenommen. Mit Andreas Schäfer verließ lediglich ein wichtiger Leistungsträger den Verein. Außerdem wurden mit dem A-Liga-Top-Torjäger Fabian Fröhning, der gegen Inter Bochum gleich 18mal erfolgreich war, und dem Rückkehrer Tim Bäcker zwei gute Verstärkungen für die Offensive gefunden.

Der Durchbruch des FSV Witten lässt sich vor allem mit einer taktischen Änderung erklären. Gerner stellte im vergangenen Winter, kurz nach seinem Dienstantritt, die Defensive auf eine Viererkette um. „Wir haben glaube ich in 27 Meisterschaftsspielen lediglich 13 Gegentreffer bekommen. Unsere Abwehr ist unheimlich sicher und wir lassen unseren Gegnern kaum Raum“, bekräftigt Gerner. Ein paar Probleme existieren dagegen in der Offensive, zumal Fröhning bereits seit drei Wochen verletzt fehlt. „Die Tore verteilen sich auf sehr viele Leute, dadurch sind wir aber auch unberechenbarer für unsere Gegner.“

Aus den kommenden drei Begegnungen, unter anderem gegen TSV Fichte Hagen und FSV Gevelsberg, sind zumindest sieben Zähler Pflicht, die Niederlage soll ein Ausrutscher bleiben und möglichst nicht wiederholt werden. Gerner schaut aber immer nur von Sonntag zu Sonntag: „Ich versuche auch immer gegenüber meinen Jungs zu betonen, dass es nichts bringt, sich zu sehr mit dem Spielplan zu beschäftigen und vorzurechnen. Wir müssen uns schließlich taktisch immer neu einstellen.“

Sollte am 7. Juni 2009 ein Ein-Punkte-Vorsprung zum Aufstieg reichen, wäre der Coach auch zufrieden.

Autor: Desirée Kraczyk

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