Man sah Essens Kapitän Stefan Lorenz nach dem Match in Münster deutlich an, er hätte am liebsten irgendwo rein getreten.

RWE: Kapitän Stefan Lorenz war nach dem 1:3 stinksauer

"Ding selbst reingeschmissen"

Oliver Gerulat
26. Oktober 2008, 20:33 Uhr

Man sah Essens Kapitän Stefan Lorenz nach dem Match in Münster deutlich an, er hätte am liebsten irgendwo rein getreten.

Auf dem Platz lag aber nichts passendes herum. Allerdings ist der Mann Profi, der Stellungnahme bei den Medienvertretern entzog er sich nicht.
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Stefan Lorenz, man sah Ihnen an, Sie stapften nach dem 1:3 in Münster völlig stinkig vom Platz - oder?

Ich bin sehr geladen, emotional ging es hin und her. Wir haben uns das Ding zum Schluss selbst reingeschmissen. Alle Mühen und das, was wir in die Waagschale geworfen haben, waren damit kaputt. Das ärgert einen ungemein, ich bin sprachlos und enttäuscht, dass wir aus diesem Match mit einer Null raus gingen. Mit einem Zähler hätten wir locker leben können. Traurig, so zu verlieren
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War der Feldverweis für Kai von der Gathen die entscheidende Aktion?
Ich weiß ja nicht, was der Schiri gegeben hätte, wenn Kai den Ball nicht gespielt hätte. Er nahm den Ball schlecht an, aber spielte danach vorher die Kugel. Das war sehr unglücklich, mit ein bisschen Fingerspitzengefühl hätte man das anders regeln können. Ich sah auch noch eine Situation, als uns ein Elfmeter nicht gegeben wurde, als Guerino Capretti in den Mann reinspringt. Das hat der Schiedsrichter nicht gesehen.
Tatsache ist doch, auch in Unterzahl darf man sich doch den Punkt nicht noch klauen lassen - richtig?
Der Platzverweis war bestimmt nicht förderlich, allerdings hätten wir den Zähler trotzdem auch mit zehn Leuten sichern können. Das ist nicht gelungen, wir haben Lehrgeld bezahlt, Kai auch, was mir für den Jungen leid tut. Nicht nur ihn haben wir jetzt als Ausfall, dazu kommt auch Jozef Kotula.

Verl gastiert am Mittwoch, danach kommt Mainz am Samstag. Hat sich das Team wieder selbst unter Druck gesetzt?
Zuhause müssen wir gewinnen, auch wenn sich in der Tabelle nicht viel getan hat. Wenn wir gegen Verl und Mainz die beiden Auftritte im Georg Melches-Stadion einfahren, sieht das alles schon wieder besser aus.

Kommt sonst wieder die Unruhe rund um den Club?
Das hat man immer, damit können wir leben, wir können am Mittwoch alles wieder gut machen.

Autor: Oliver Gerulat

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