Nach der Niederlage im Spitzenduell der Regionalliga West bei Preußen Münster ist Rot-Weiss Essen im kommenden Mittwochs-Match zuhause gegen den SC Verl (29. Oktober, 19.30 Uhr, Georg Melches-Stadion) schon wieder mächtig unter Zugzwang.

RWE: 1:3! Selbstproduzierter Zugzwang in Münster

Kurth wackelt weiter, auch Kotula verletzt

Oliver Gerulat
26. Oktober 2008, 20:23 Uhr

Nach der Niederlage im Spitzenduell der Regionalliga West bei Preußen Münster ist Rot-Weiss Essen im kommenden Mittwochs-Match zuhause gegen den SC Verl (29. Oktober, 19.30 Uhr, Georg Melches-Stadion) schon wieder mächtig unter Zugzwang.

Das 1:3 (0:1) vor 8691 Zuschauern im Preußen-Stadion an der Hammer Straße war ein erneuter Rückschlag. RWE-Coach Michael Kulm sprach danach von "einem verdienten Sieg für Münster", der für SCP-Kollege Roger Schmidt darin begründet war, "den Erfolg hinten raus vielleicht mehr gewollt zu haben." Rein faktisch wurde der Dreier deshalb auf das Münsteraner Konto transferiert, weil Mehmet Kara (42.), Robert Magos (83.) und Pereira Wilson Weller (89.) für die Gastgeber trafen, Sascha Mölders zwischenzeitlich per Foulelfmeter zum 1:1 (54.) ausglich.
[infobox-right]SCP: Buchholz - Capretti, Talarek, Matlik - Ornatelli, Lauretta, Seggewiß, Magos - Loose (81. Weller) - Erzen (87. Sowislo), Kara (90. Bakalorz)
RWE: Maczkowiak - Kotula (30. von der Gathen), Czyszczon, S. Lorenz, Bührer - Aydin, S. Kühne - Pagano (81. Harrer)Enzmann (46. Türkeri) - Mainka, Mölders
Tore: 1:0 Kara (42.), 1:1 Mölders (54., Foulelfmeter), 2:1 Magos (83.), 3:1 Weller (89.) Gelbe Karten: Capretti - Czyszczon, Aydin, Bührer
Gelbrote Karten: von der Gathen (77.) Schiedsrichter: Perl (Pullach) Zuschauer: 8.691
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Essen verlor vor den entscheidenden letzten zehn Minuten Kai von der Gathen durch eine Gelb-Rote Karte (77.), ein personelles Defizit, das dem potenziellen Umbiegen des erneuten Rückstandes letztendlich die Basis entzog. Kulm meinte, er könne seiner Auswahl "nicht viele Vorwürfe machen, das Match später in Unterzahl zu drehen, war natürlich schwer." Schmidt bescheinigte seiner Truppe vor allen Dingen für die erste Halbzeit "die bessere Spielanlage, wir zeigten hohe Laufbereitschaft, es wurde schnell und gradlinig agiert, das 1:0 zur Halbzeit ging auch völlig in Ordnung." Kulm sah vor der Pause "ein verteiltes" Match.
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Und später dann nur frustige Gesichter, so auch bei Thomas Strunz, dem man anmerkte, dass er komplett bedient war und sich nur noch auf den Weg zu seinem Flieger nach München machen wollte, wo das DSF und Moderator Thomas Helmer mit der abendlichen Live-Sendung auf ihren Experten wartete. Kulm: "Nach unserem Ausgleich hatten wir gute Möglichkeiten, entwickelten viel Druck. Eigentlich waren wir der Führung auch näher als der SCP." Aber nur eigentlich, denn in einem Getümmel schaltete Magos am schnellsten, während RWE gleich mehrere Optionen nicht wahrnahm, diese Situation zu löschen. Kulm: "Das Ding war zu entschärfen."

Danach ging nicht mehr viel, außer der Schuss durch den Brasilianer Weller komplett nach hinten los. Kulm registrierte korrekt trotzdem "Leidenschaft und Engagement." Das Wort Effektivität konnte er nicht in den Mund nehmen. Kulms Fazit: "Weiter geht es, gerade jetzt müssen wir die positiven Dinge betonen." Negativ ist, dass Markus Kurth auch gegen Verl vielleicht ausfällt, den angekündigten Härtetest vor dem Münster-Match sagte er ab.

Medizinische Hilfe benötigt auch Jozef Kotula, der eine dicke Prellung über dem Knie davon trug, während Michael Lorenz (Innenbandriss fast auskuriert) auf der Tribüne hockte. Von der Gathen kam in Minute 30 für Kotula und wird durch den Feldverweis in seinem ersten Regionalliga-Match gegen die Ostwestfalen am Mittwoch kein weiteres folgen lassen. Kulm: "Schwer zu sagen, ob Gelb-Rot entscheidend war, aber der elfte Mann hat nun einmal gefehlt."

Autor: Oliver Gerulat

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