Marcelo Bordon war nach dem Abpfiff ziemlich angefressen.

Schalke: Bordon schob Frust, sah aber auch positive Ansätze

"Tor, dann große Party"

26. Oktober 2008, 19:57 Uhr

Marcelo Bordon war nach dem Abpfiff ziemlich angefressen.

Der ehrgeizige Schalker Kapitän hatte an den beiden verlorenen Punkten zu knabbern, analysierte das Geschehen aber dennoch sachlich. "Wir haben nicht gewonnen, da kann man natürlich nicht zufrieden sein", gab der Brasilianer zu. "Wir haben alles probiert und haben bestimmt 1.000 mal aufs Tor geschossen, doch der Ball ist einfach nicht rein gegangen. Mehr geht nicht!", meinte Bordon. "Außerdem hatte der Torwart von denen einen super Tag."

Hexer Dennis Eilhoff war gestern der Mann mit den hundert Händen. Der DSC-Keeper wuchs einfach über sich hinaus, Schalke hätte vielleicht noch Stunden anrennen können und wäre dennoch immer an ihm gescheitert. "Dafür steht man hinten im Tor", wollte Eilhoff keine besondere Aufmerksamkeit. "Aufgrund unser kämpferischen Leistung war das ein absolut verdienter Punkt", gab der Schlussmann das Lob lieber an seine Teamkollegen weiter.

Bordon hätte gerne auch jemandem in seiner Kabine gratuliert, doch auf Schalke überwog der Frust. "Wenn wir ein Tor machen, dann ist hier große Party, aber so", schlich der Abwehrchef ohne Glücksgefühl davon. Das will er schon übermorgen, wenn es nach Karlsruhe geht, nachholen. "Körperlich ist die Belastung für uns kein Problem. Das haben wir auch gegen Bielefeld gezeigt, obwohl das Spiel gegen Paris noch keine zwei Tage her war", sieht Bordon die Truppe gut im Rhythmus. "Jetzt müssen nur die Punkte her. Noch ist der Abstand nach oben kein Problem, sieben Punkte Vorsprung hatten wir schließlich auch mal", erinnerte Bordon an die verlorene Meisterschaft 2007.

Dass es für die Blauen zunächst erst einmal darauf ankommt, Anschluss an die ersten Drei der Tabelle zu halten, steht auf einem anderen Blatt.

Autor:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren