Durch einen 4:2-Erfolg über die DJK Arminia Klosterhardt konnte sich der SC Preußen Duisburg im Abstiegskampf der Staffel 8 etwas Luft verschaffen. Am frühen Nachmittag siegten die von Oliver Bähr trainierten Preußen durch vier Tore von Stürmer Yücel Kilic (1., 27., 41., 56.) und verbesserten sich so auf den vierzehnten Tabellenrang.

BL 8 NR: SC Preußen Duisburg- DJK Arminia Klosterhardt II 4:2 (Ortstermin)

Kilic-Gala in der Ruhraue

Moritz Rieckhoff
19. Oktober 2008, 19:14 Uhr

Durch einen 4:2-Erfolg über die DJK Arminia Klosterhardt konnte sich der SC Preußen Duisburg im Abstiegskampf der Staffel 8 etwas Luft verschaffen. Am frühen Nachmittag siegten die von Oliver Bähr trainierten Preußen durch vier Tore von Stürmer Yücel Kilic (1., 27., 41., 56.) und verbesserten sich so auf den vierzehnten Tabellenrang.

Die Gäste, für die Andre Zirngibl (38.) und Simon Steinberg (65) erfolgreich waren, befinden sich nun mitten im Abstiegssumpf. „Wir wollen uns hier erst einmal hinten rein stellen und dann über schnell vorgetragene Konter zum Erfolg kommen“, skizzierte Jugendkraft Co-Trainer Dirk Maganiec vor dem Anpfiff der Partie die taktische Ausrichtung seiner Elf.

Der Assistent von Linienchef Christian Dahlbeck wusste: „Das ist ein richtungweisendes Match heute. Wer verliert, ist erst einmal unten drin.“ Und so war dem Oberhausener eines besonders wichtig: „Nur nicht mit leeren Händen nach Hause gehen.“
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/009/422-9785_preview.jpeg Lieferten sich ein kampfbetontes Match: Preußen Duisburg (rote Trikots) und Arminia Klosterhardt II.[/imgbox]
Nach einem erfolglosen Trip in die Nachbarstadt sah es jedoch bereits nach einer Zeigerumdrehung aus. Die rund 50 Zuschauer an der Futterstraße hatten ihre Plätze kaum eingenommen, da trumpfte Preußens Kilic das erste Mal auf. Die zuvor von den Gästen angestrebte Defensivtaktik war damit bereits über den Haufen geworfen. Stattdessen suchte die Arminia ihr Heil nun im Angriff. Doch Zählbares konnte erneut nur der Gegner aufweisen. Die schönste Kombination des Spiels - Tobias Betzold, Mohammed Bouzratt und zuletzt der überragende Kilic waren die Protagonisten - brachte die Hausherren mit 2:0 in Front.

Einziges Highlight aus Oberhausener Sicht war der Anschlusstreffer durch Zirngibl, der per Sonntagsschuss Duisburgs Goalie Björn Nickel überwinden konnte. Die Preußen zeigten sich vom kurzen Aufbegehren des Aufsteigers jedoch wenig beeindruckt und stellten noch vor dem Halbzeitpfiff den alten Abstand wieder her.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/009/423-9786_preview.jpeg Waren vor allem auf den Außenbahnen überlegen: Die Preußen aus Duisburg. [/imgbox]
Beim Gang in die Kabine war Gäste-Trainer Dahlbeck dann auch dementsprechend sauer: „Bislang spielen wir wie eine Schülermannschaft.“ Der Coach weiter: „Gerade die Defensivarbeit auf den Außen ist ganz bescheiden. Da müssen wir jetzt dringend etwas machen.“ Tatsächlich zeigten sich die Außenverteidiger der Grün-Weißen im zweiten Abschnitt formverbessert. Dafür patzten die Gäste nun in der zentralen Position vor dem eigenen Tor. Abermals Kilic nutzte einen dieser Schnitzer gut eine halbe Stunde vor dem Ende der Begegnung zur Vorentscheidung.

Genau von der wollte hingegen SCP-Coach Bähr auch nach dem 4:1 noch nichts wissen: „Das Ding ist noch nicht durch“, hob der Verantwortliche warnend den Zeigefinger und wusste sich kurze Zeit später in seiner Meinung bestätigt. Doch der Anschlusstreffer durch Steinberg, der eine Viertelstunde vor dem Abpfiff mit Gelb-Rot unter die Dusche wanderte, war alles, was die DJK noch zu Stande brachte. Während Steinberg schimpfend das Grün verließ, war Vierfach-Torschütze Kilic nach seiner Auswechslung bester Dinge: „Ich stand heute einfach immer da, wo ein Stürmer stehen muss.“

So sah es auch Coach Bähr, der nach dem Match lobende Worte für seine Elf und insbesondere für den Mann des Tages fand: „Yücel hat ein super Spiel gemacht. Dazu kommt, dass wir heute unsere Chancen optimal genutzt haben. Schlussendlich haben wir verdient gewonnen.“ Arminen-Coach Dahlbeck konnte seinem Gegenüber nur beipflichten: „Die bessere Elf hat gewonnen. Von meiner Truppe war das heute viel zu wenig.“

Oliver Bähr nahm derweil einen Bereicht von Preußens Ex-Trainer Stafan Klaß - dieser war, unter den Eindrücken des 6:1-Erfolges des MSV stehend, direkt aus der MSV-Arena zu seiner alten Elf geeilt - zum Anlass, einer vagen Hoffnung Ausdruck zu verleihen: „Vielleicht war das ja heute der Wendepunkt- für die Zebras und für uns.“

Autor: Moritz Rieckhoff

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