Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale des FSV Mainz 05 heute (20.30 Uhr/live im ZDF) beim FC Bayern München lockert Trainer Jürgen Klopp die Stimmung.

Klopp: "Wir sind kein Kanonenfutter"

24. Januar 2006, 09:01 Uhr

Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale des FSV Mainz 05 heute (20.30 Uhr/live im ZDF) beim FC Bayern München lockert Trainer Jürgen Klopp die Stimmung. "Die Bayern sind eine lösbare Aufgabe", so Klopp.

Die Stimmung beim FSV Mainz 05 ist vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale heute (20.30 Uhr/live im ZDF) beim deutschen Rekordmeister Bayern München locker. FSV-Trainer Jürgen Klopp heizte das Gastspiel in der bayerischen Landeshauptstadt mit einigen flotten Sprüchen noch an.

"Wir sind kein Kanonenfutter, haben schon in der Bundesliga unsere Chancen gehabt. Die Bayern sind ein lösbare Aufgabe. Es riecht nach einer Pokal-Sensation", erklärte Klopp ganz unbescheiden in einem Interview mit dem Kölner Express und ergänzte am Montag bei der Pressekonferenz: "Wir können die Bayern mit hoher Konzentration auf unser Niveau herunterholen. Wenn wir an unser gutes Spiel aus der Hinrunde anknüpfen und unsere Torgelegenheiten nutzen, dann können wir ins Halbfinale einziehen."

Dahin wollen allerdings auch die Bayern. Zwar genießen Bundesliga und Champions League bei den Münchnern Priorität - doch auch im DFB-Pokal will der zwölfmalige Cupgewinner seine Erfolgsstory fortsetzen und den Titel erfolgreich verteidigen. Die Aussagen von Klopp sorgten dabei für zusätzliche Motivation. "Ich weiß nicht, ob er selbst glaubt, was er da sagt", konterte Trainer Felix Magath am Montagnachmittag.

Bayern gut vorbereitet

Allerdings weiß Uli Hoeneß nach dem knappen 2:1 in der Bundesliga-Vorrunde, "dass wir uns extrem anstrengen müssen, um das erste Spiel im neuen Jahr zu gewinnen. Mainz hat uns schon in der Hinrunde in der heimischen Allianz Arena ziemlich gefordert."

Der Bayern-Manager zeigte sich aber nach dreiwöchiger Vorbereitung mit dem Trainingslager in Dubai zuversichtlich, dass sich der deutsche Rekordmeister im Pokal schadlos halten und für den Bundesligastart am Freitag bei Borussia Mönchengladbach das nötige Selbstvertrauen holen wird: "Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Die Mannschaft wird in Bestform auflaufen."

Am Wochenende schossen sich die Münchner bei Testspielen gegen Uerdingen (4:0) und Lippstadt (5:2) schon einmal warm. Dass seine Spieler durch die beiden Spiele kurz vor dem Pokal-Viertelfinale geschlaucht sein könnten, hält Magath für ausgeschlossen: "Die Mannschaft hat genügend Kraft, wir sind gut gerüstet für die Rückrunde."

Zumal Magath gegen Mainz aus dem Vollen schöpfen kann. Nationaltorwart Oliver Kahn hat eine leichte Handverletzung ebenso überwunden wie die Nationalspieler Sebastian Deisler, Lucio und Michael Ballack kleinere Blessuren. Der Bayern-Coach könnte derzeit sogar zwei Spitzenteams aufbieten. Im Sturm vertraut er Roy Makaay und Claudio Pizarro - obwohl sich deren Konkurrent Paolo Guerrero in der Vorbereitung mit starken Auftritten empfohlen hat: "An Roy und Claudio führt kein Weg vorbei."

Mainz 05 muss auf Stammkeeper und Kapitän Dimo Wache (Knieverletzung) sowie auf Fabian Gerber (Patellasehne) verzichten. Fraglich sind zudem Mathias Abel, Petr Ruman und Christof Babatz. Für Wache wird Christian Wetklo im Tor der 05er stehen. "Er hat unser volles Vertrauen", sagte Klopp, dessen Team zum achten Mal in Folge im Pokal auswärts antreten muss. Mainz stand zuletzt 1999 im Pokal-Viertelfinale - Gegner damals war auch der FC Bayern. Mainz verlor 0:3.

Die Partie gegen Mainz sorgt aller Voraussicht nach für ein Novum. Erstmals seit dem Umzug in die Allianz Arena im Mai 2005 könnte das Stadion bei Heimspielen des FC Bayern nicht ausverkauft sein. Am Montag gab es noch 15.000 der 69.900 Karten.

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