VfB Homberg: Vor dem Schlagerspiel

Geheimfavorit oder Abstiegskandidat?

mr
05. August 2006, 01:19 Uhr

Das zweite Jahr ist bekanntlich meist das schwerste in einer neuen Liga. Auch der VfB Homberg weiß derzeit nicht so ganz, woran er ist. Unterschätzt, wie so oft im vergangenen Jahr, werden die Gelb-Schwarzen sicher nicht mehr. Weil zudem die Gegner in den ersten Partien allesamt Meisterschaftskandidaten sind, bleibt die Frage: Geheimfavorit oder Abstiegskandidat?

Harte Wochen liegen seit dem Beginn der Vorbereitung am 18.Juni hinter den Spielern des VfB Homberg. Wenn am Sonntag um 15 Uhr im Homberger PCC-Stadion der Anpfiff ertönt, startet die Oberliga Nordrhein als erste Amateurliga im Revier in die neue Saison; der heimische VfB geht in seine zweite Oberligaspielzeit nach dem Aufstieg 2005.

Das Auftaktprogramm der Kicker des erfolgreichen Trainer- Duos Rainer Vervölgyi und Harry Copi hat es bereits in sich. Mit dem SSVg Velbert, dem Regionalliga-Absteiger und Traditionsverein Rot-Weiss Oberhausen und dem FC Kleve warten zum Auftakt drei „dicke Brocken“ auf das Überraschungsteam der vergangenen Spielzeit.

Doch der Euphorie um das auf vielen Positionen neu zusammengesetzte Team tut das keinen Abbruch. Zur Saisoneröffnung vor zwei Wochen waren mehr Zuschauer erschienen, als die meisten Liga-Konkurrenten bei ihren Spielen begrüßen dürfen. Dennoch warnen nicht nur die Trainer vor allzu großen Erwartungen. Sieben Abgänge und 15 Neuzugänge haben die Duisburger zu verzeichnen.

Zudem ziehen bereits vor Saisonbeginn dunkle Wolken über dem Homberger „Vereinhimmel“ auf. Am vergangenen Wochenende hatte sich der Goalgetter der Linksrheiner, Ercan Aydogmus, verletzt. Nach erfolgreicher Meniskusoperation fällt dieser etwa vier- bis sechs Wochen aus.

Desweiteren ist ein Einsatz von Patrick Goncalves, Dominik Kepper und Mehmet Yesil für das Spiel gegen Velbert fraglich. Auch deshalb ist der VfB für die meisten Liga- Konkurrenten extrem schwer einzuordnen. Geheimfavorit oder Absteiger? Alles scheint in diesem Jahr möglich.

Die Trainer und der Verein werden jedenfalls alles dafür tun, dass es den Gelb- Schwarzen nicht wieder so ergeht wie im Jahr 1993, als der VfB in der zweiten Oberligasaison sang- und klanglos abstieg.

Autor: mr

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