Der A-Ligist FC Frohlinde, sonst immer ein Aspirant für die vorderen Ränge, hat in dieser Saison einen dürftigen Start hingelegt. Am Sonntag gab es nun auch noch eine 0:8-Klatsche gegen den Tabellenführer Fortuna Herne. Es fehlen lediglich zwei Punkte bis zum Abstiegsplatz. Trainer Udo Drees war sich über die Schwächen seines Kaders bewusst, aber mit einem derart misslungenen Verlauf hat er dennoch nicht gerechnet.

Castrop: Erste Abstiegssorgen beim FC Frohlinde

"Wir waren zu blauäugig"

Desirée Kraczyk
14. Oktober 2008, 12:55 Uhr

Der A-Ligist FC Frohlinde, sonst immer ein Aspirant für die vorderen Ränge, hat in dieser Saison einen dürftigen Start hingelegt. Am Sonntag gab es nun auch noch eine 0:8-Klatsche gegen den Tabellenführer Fortuna Herne. Es fehlen lediglich zwei Punkte bis zum Abstiegsplatz. Trainer Udo Drees war sich über die Schwächen seines Kaders bewusst, aber mit einem derart misslungenen Verlauf hat er dennoch nicht gerechnet.

"Das ist auch für mich eine Überraschung", gesteht er und sucht nach einer Erklärung: "Wir waren in der Vorbereitung sehr blauäugig. Wir standen in Verhandlungen mit drei Akteuren aus höheren Klassen, die haben aber gepokert und uns letztendlich eine Absage erteilt." Die Verantwortlichen von Frohlinde haben ihre Lehren aus diesen Vorkommnissen gezogen und werden in Zukunft auf eine frühere Entscheidung drängen.

Nach drei Spieltagen verabschiedeten sich zudem Matthias Arndt sowie Matthias Marksfeld, die im Sommer von Westfalia Kirchlinde an die Brandheide wechselten aus beruflichen Gründen, so dass Drees Team auf 13 Mann geschrumpft ist und sich der Coach anderweitig nach Alternativen umsehen muss. "Ich habe einen guten Kontakt zu den Alten Herren. Gregor Michulka ist beispielsweise aus der Not geboren", betont Drees.

Die personellen Probleme werden außerdem durch spielerische Defizite ergänzt. Stürmer Thorsten Lesczynski hat seine Treffsicherheit noch nicht wieder gefunden und auch weitere Leistungsträger laufen ihrer Form hinterher. In Standardsituation fehlt zumeist der Einsatz. "Wir wollen einfach nicht zum Ball, warten stattdessen zu lange ab. Es reicht nicht, wenn wir hinten in Überzahl stehen. Die Jungs müssen auch mal den Ball fordern, auf den Gegner zulaufen und nicht nur zugucken", kritisiert Drees das fehlende Engagement.

Diese Mängel müssen im Training aufgearbeitet werden, nur könnte die Beteiligung auch hier besser sein. "Die jungen Leute gehen zu schnell ans Telefon und sagen aufgrund von Nichtigkeiten ab. Es ist vermutlich ein generelles Problem. Manche warten förmlich darauf, dass sie eine Erklärung geliefert bekommen, um nicht am Training teilzunehmen."

Der Sportliche Verantwortliche geht dennoch davon aus, dass die Kicker den Ernst der Lage erkannt haben und in den folgenden Begegnungen dementsprechend agieren. Aus den nächsten Heimspielen erwartet er eine "dicke Punktzahl", um die Basis für eine Serie zu legen. Der erste Grundstein kann am Sonntag gegen den SC Constantin Herne gelegt werden.

Autor: Desirée Kraczyk

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