Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer wird das Wochenende wohl oder übel in der Haftanstalt Berlin-Moabit verbringen müssen. Ein Haftprüfungstermin findet frühestens am Montag statt.

Hoyzer weiter in Untersuchungshaft

13. Februar 2005, 11:20 Uhr

Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer wird das Wochenende wohl oder übel in der Haftanstalt Berlin-Moabit verbringen müssen. Ein Haftprüfungstermin findet frühestens am Montag statt.

Zumindest bis Montag wird Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer, einer der Hauptbeschuldigten im Wett- und Manipulationsskandal, als Untersuchungs-Häftling in der Justiz-Vollzugsanstalt in Berlin-Moabit einsitzen. "Es wird zeitnah einen Haftprüfungstermin geben. Das wird aber definitiv nicht am Sonntag geschehen", bestätigte Michael Grunwald, der Sprecher der ermittelnden Berliner Staatsanwaltschaft. Hoyzer war am Samstagvormittag festgenommen worden und einem Haftrichter für weitere Vernehmungen vorgeführt worden.

Haftbefehl wegen unvollständiger Aussagen und erhöhter Fluchtgefahr

Nach neuen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden habe Hoyzer noch nicht im vollen Umfang über seine Beteiligung am Wett- und Manipulationsskandal ausgesagt. Hoyzer soll womöglich weitere Spiele manipuliert haben und sich damit des "gewerbs- und bandenmäßigen Betrug in nunmehr sogar acht Fällen" schuldig gemacht haben. Deshalb bestehe erhöhte Fluchtgefahr.

In Moabit befindet sich das größte Untersuchuchungsgefängnis Deutschlands. Unter anderem saßen hier der frühere DDR-Staats- und Partei-Chef Erich Honecker und der Kaufhaus-Erpresser Dagobert ein.

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