Im Achtelfinale des DFB-Pokals ist Borussia Dortmund durch eine 0:1-Niederlage bei Hannover 96 ausgeschieden. Werder Bremen musste gegen Zweitligist Eintracht Trier in die Verlängerung, siegte am Ende jedoch mit 3:1.

Dortmund nach Pleite in Hannover ausgeschieden

09. November 2004, 22:05 Uhr

Im Achtelfinale des DFB-Pokals ist Borussia Dortmund durch eine 0:1-Niederlage bei Hannover 96 ausgeschieden. Werder Bremen musste gegen Zweitligist Eintracht Trier in die Verlängerung, siegte am Ende jedoch mit 3:1.

Die Vertreter aus dem Fußball-Oberhaus gaben sich in den Duellen mit den Zweitligisten keine Blöße. Titelverteidiger Werder Bremen qualifizierte sich mit dem 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung gegen Eintracht Trier ebenso für das Viertelfinale des DFB-Pokals (1. und 2. März 2005) wie Arminia Bielefeld mit dem 4:0 (1:0) über den Karlsruher SC. Im Bundesliga-Duell setzte sich am Dienstagabend Hannover 96 mit 1:0 (0:0) gegen Borussia Dortmund durch. Mit den Amateuren von Bayern München wird nach dem 3:2 (0:0) gegen Eintracht Braunschweig zumindest ein Regionalligist im Wettbewerb überwintern.

Schröter entscheidet "Krimi" für Hannover

In Hannover erreichte 96 erstmals seit seinem Pokalsieg 1992 wieder das Viertelfinale. Die Niedersachsen setzten sich vor der Rekordkulisse von 38.764 Fans in der neuen AWD-Arena in einem wahren "Krimi" gegen die sportlich und wirtschaftlich angeschlagenen Dortmunder durch, die einen weiteren schweren Dämpfer im Kampf um den Einzug ins internationale Geschäft hinnehmen mussten.

Silvio Schröter (59.) sorgte für die Entscheidung. In einer hektischen Schlussphase verpasste neun Minuten vor dem Abpfiff Thomas Christiansen die Chance zum 2:0. Der Spanier schoss einen Foulelfmeter über das Tor. Beim BVB verfehlte Ewerthon drei Minuten später ebenfalls mit einem Strafstoß das Gehäuse.

Däne Jensen rettet Bremen

ehr Mühe als erwartet hatte Meister Bremen mit den Gästen aus Trier. Nachdem in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der Verlängerung der Däne Daniel Jensen mit seinem zweiten Treffer des Spiels zum 2:1 die Gastgeber wieder auf die Siegerstraße geführt hatte, machte der eingewechselte Kroate Ivan Klasnic mit dem Schlusspfiff das Weiterkommen endgültig perfekt. Vor 17.462 Zuschauern hatte Jensen zuvor für die frühe Führung (5.) gesorgt, bevor Antun Labak (57.) der Ausgleich für Trier gelang.

Bielefeld hat im 34. Anlauf erstmals das Viertelfinale erreicht. Während der Bundesliga-Neunte im achten Versuch erstmals das Achtelfinale überstand, verpassten die Badener den ersten Einzug in die Runde der besten Acht seit 1997.

Ervin Skela hatte den Erstliga-Aufsteiger mit seinem ersten Pflichtspieltor seit fast drei Monaten bereits in der vierten Minute in Führung gebracht. Detlev Dammeier (50., Foulelfmeter), Torjäger Delron Buckley (55.) mit seinem elften Treffer im 15. Pflichtspiel der Saison und erneut Skela (72.) sorgten nach der Pause für klare Verhältnisse.

Bayern-Amateure siegen knapp

Im Duell der Drittligisten setzte sich die Amateur-Auswahl des deutschen Rekordmeisters aus München insgesamt verdient gegen den ehemaligen deutschen Meister aus Braunschweig durch. Vor rund 3500 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße kamen die Gastgeber durch die herausragenden Paolo Guerrero (53./58.) und Borut Semler (63.) zum Erfolg. Die Gegentreffer erzielten Patrick Bick (70.) und Daniel Graf (74.). Die "kleinen" Bayern stehen damit zum zweiten Mal nach der Saison 1994/95 in der Runde der letzten Acht.

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