Im DFB-Pokal hat Hannover 96 Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund mit 1:0 geschlagen und ist damit in die Runde der letzten Acht eingezogen. Das entscheidende Tor erzielte Silvio Schröter in der 59. Minute.

Hannover schmeißt Dortmund aus dem Pokal

09. November 2004, 21:21 Uhr

Im DFB-Pokal hat Hannover 96 Bundesliga-Konkurrent Borussia Dortmund mit 1:0 geschlagen und ist damit in die Runde der letzten Acht eingezogen. Das entscheidende Tor erzielte Silvio Schröter in der 59. Minute.

Erstmals seit seinem DFB-Pokalsieg 1992 hat Bundesligist Hannover 96 wieder das Viertelfinale des Wettbewerbs erreicht. Die Niedersachsen setzten sich in der Runde der letzten 16 vor heimischem Publikum in einem wahren "Krimi" mit 1:0 (0:0) gegen Borussia Dortmund durch. Während Hannover somit weiter von seinem ersten Titel seit gut zwölf Jahren träumen kann, erlebte der sportlich und finanziell angeschlagene BVB einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Einzug ins internationale Geschäft.

Nach dem Pokal-Aus bleibt den Westfalen nur die Qualifikation über die Liga, wo sie derzeit mit sechs Punkten Rückstand auf einen UEFA-Cup-Rang nur Platz zwölf belegen. Silvio Schröter sorgte in der 59. Minute für die Entscheidung. In einer hektischen Schlussphase verpasste neun Minuten vor dem Abpfiff Thomas Christiansen die Chance zu erhöhen. Der Spanier schoss einen Foulelfmeter über das Tor. Für den BVB vergab Ewerthon drei Minuten später die Chance zum Ausgleich. Auch er vergab einen Strafstoß und schoss diesen neben das Gehäuse.

Aufgrund des großen Zuschauerandrangs konnte die Partie erst mit 18-minütiger Verspätung angepfiffen werden. 38.764 Fans wollten die Begegnung sehen und stellten damit einen Besucherrekord für die AWD-Arena auf. Die bisherige Bestmarke (34.313) war vor drei Wochen beim 3:0-Erfolg über den VfL Wolfsburg aufgestellt worden.

Beide Mannschaften versuchten zu Beginn Akzente in der Offensive zu setzen. 96 gelang es jedoch zunächst nur selten, das Kombinationsspiel der vergangenen Heimpartien aufzuziehen. Folgerichtig hatten die Gäste, bei denen Regisseur Tomas Rosicky bis zu seiner Auswechslung in der 33. Minute trotz Rückenproblemen spielte, zunächst die besseren Möglichkeiten.

Der Brasilianer Ewerthon brachte die 96-Abwehr immer wieder in Verlegenheit. Nachdem Steve Cherundolo einen Schuss des Brasilianers in der 14. Minute von der Torlinie kratzen konnte, ließ Ewerthon sechs Minuten später die rechte Defensivseite der Platzherren schlecht aussehen und scheiterte an Hannovers Schlussmann Robert Enke.

Nach einer halben Stunde bekamen die Gastgeber die Partie dann immer besser in den Griff und setzten ihre Dominanz auch nach dem Seitenwechsel fort. Dortmund verlegte sich hingegen aufs Kontern. Zwingende Chancen boten sich für beide Teams aber zunächst kaum. In der 59. Minute nahm Schröter dann jedoch eine präzise Hereingabe auf und schloss mit einem wuchtigen Schuss erfolgreich ab. In der 71. Minute wurde BVB-Trainer Bert van Marwijk von Schiedsrichter Franz-Xaver Wack zu allem Überfluss noch auf die Tribüne verbannt.

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