Nach wie vor ist das Lazarett des VfB Hüls gut gefüllt. Doch mit dem personellen Engpass hat sich Klaus Täuber mittlerweile  abgefunden. Und aus diesem Grund nimmt er auch die 0:4-Ohrfeige gegen Bielefelds Reserve relativ gelassen zur Kenntnis.

Hüls: Zuschauer-Boom beim Highlight gegen Siegen

Täuber: „Ich fordere von den Jungs den ersten Heimsieg“

03. Oktober 2008, 11:07 Uhr

Nach wie vor ist das Lazarett des VfB Hüls gut gefüllt. Doch mit dem personellen Engpass hat sich Klaus Täuber mittlerweile abgefunden. Und aus diesem Grund nimmt er auch die 0:4-Ohrfeige gegen Bielefelds Reserve relativ gelassen zur Kenntnis.

Lediglich das 0:1 treibt dem Ex-Profi die Zornesröte ins Gesicht. „Zum zweiten Mal kassieren wir kurz vor dem Pausenpfiff den Rückstand“, ärgert sich Täuber. „Es waren nur noch ein paar Sekunden zu spielen und wir waren in Ballbesitz. Anstatt das Ding ruhig in die Pause zu schaukeln, überhasten wir. Das war einfach lächerlich.“

Zum Gespött will sich der ehemalige Schalker am Samstag aber nicht machen. Denn zum Highlight gegen die Sportfreunde aus Siegen wird der „Badeweiher“ einen echten Zuschauer-Boom erfahren. Rund 400 Anhänger werden aus dem Siegerland anreisen, so dass eine stattliche Kulisse von rund 700 Fans erwartet wird. „Mir ist es egal, ob ich vor 180 Zuschauern oder 10.000 spiele“, winkt Täuber ab. „Wichtig ist nur, dass wir punkten. Ich fordere von den Jungs den ersten Heimsieg. Mit weniger müssen sie mir nicht ankommen.“

Eine klare Vorgabe, die ausgerechnet gegen den haushohen Favoriten gelöst werden muss. „Die sind nicht unschlagbar, sondern haben schon zwei Mal verloren“, will Täuber nichts von einem Vergleich „David gegen Goliath“ wissen. „Diese Liga ist derart ausgeglichen, dass ohnehin keine schwache Mannschaft auf uns zu kommt. Wir müssen sowieso ans Limit gehen, egal gegen welchen Kontrahenten es geht.“

Und der passionierte Boxer ballt die Faust: „Die Sportfreunde haben schon einige überraschende Ergebnisse erzielt. Warum sollten wir nicht für eine weitere Sensation sorgen? Wenn wir etwas ruhiger werden, können wir es schaffen.“

Obwohl mit Youngster Arthur Wadolny ein Rekonvaleszent zurückkommen wird, baut Täuber seine Mannschaft wohl nicht um. „Hinten stellt sie sich ohnehin von alleine auf und vorne werde ich den Jungs noch einmal eine Chance geben.“

Die sich dann vor einer für sie ungewohnt großen Kulisse behaupten müssen. „Das werden sie aber schaffen, denn genau solche Spiele machen doch Spaß“, weiß Täuber, dass sein „Kindergarten“ der Situation gewachsen sein wird. „Wir dürfen uns durch nichts beeindrucken lassen, sondern müssen mit einer breiten Brust die nächsten Aufgaben angehen.“

Nach dem Match gegen Siegen ist dann erst einmal spielfrei, bevor es gegen Hamm und Schermbeck geht. Täuber: „Das sind dann Teams, die auf unserer Augenhöhe sind. Dann müssen wir zuschlagen.“

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