Es mutet schon etwas merkwürdig an, dass eine Mannschaft, die gerade aufgestiegen ist und dann schon die Tabelle anführt, ihren Trainer entlässt. Dennoch ist genau das aktuell bei Hertha Hamborn geschehen. Rauf Alkurt ist nicht mehr Coach der Truppe, die erst zu dieser Saison aufgrund ihres Aufstiegs zur ersten Mannschaft gekürt wurde. Trennungsgrund waren aber nicht etwa Querelen mit dem Vorstand, die Spieler haben dem Club die Pistole auf die Brust gesetzt.

Spielerrevolte bei Hertha Hamborn! Verein entlässt Trainer

"Sämtliche Personen in den Rücken gefallen"

Heiko Gaeb
29. September 2008, 17:47 Uhr

Es mutet schon etwas merkwürdig an, dass eine Mannschaft, die gerade aufgestiegen ist und dann schon die Tabelle anführt, ihren Trainer entlässt. Dennoch ist genau das aktuell bei Hertha Hamborn geschehen. Rauf Alkurt ist nicht mehr Coach der Truppe, die erst zu dieser Saison aufgrund ihres Aufstiegs zur ersten Mannschaft gekürt wurde. Trennungsgrund waren aber nicht etwa Querelen mit dem Vorstand, die Spieler haben dem Club die Pistole auf die Brust gesetzt.

"Sportlich läuft es natürlich super", weiß auch der erste Vorsitzende Christian Birken, "aber es ging so weit, dass Spieler zu mir kamen und gesagt haben, dass sie unter Herrn Alkurt nicht mehr das Feld betreten werden. Da mussten wir handeln, auch wenn ich es sehr bedaure."

Der geschasste Coach zeigt sich indes enttäuscht und betont: "Ich bin freiwillig gegangen." Erst zu Beginn des Jahres 2007 gründete der heute 43-Jährige mit dem Kulturverein Salpazali die Fußball-Mannschaft und ersetzte mit ihr die Reserve der Hertha, die sich vom Spielbetrieb zurückgezogen hatte. Und nun ist er nicht mehr Trainer seines eigenen Ziehkindes. "Mir sind da bis auf den Hertha-Vorstand sämtliche Personen in den Rücken gefallen", bedauert Alkurt die Entwicklung. Sein Nachfolger wird nächste Woche bekanntgegeben.

Autor: Heiko Gaeb

Mehr zum Thema

Kommentieren