Das Ende der Fahnenstange im Kuriositäten-Kabinett Inter Bochum ist scheinbar immer noch nicht erreicht. Trainer Lothar Adomeit und seine Truppe avanvcieren dabei peu à peu zu echten Medienprofis. Gegen die ETuS/DJK Schwerte waren schon die ersten Fernsehkameras vor Ort. Da waren sich Coach und sein Sohn,

Inter Bochum - ETuS/DJK Schwerte 0:27

"Die machen guten Döner, aber Fußball...?"

Aaron Knopp
22. September 2008, 00:23 Uhr

Das Ende der Fahnenstange im Kuriositäten-Kabinett Inter Bochum ist scheinbar immer noch nicht erreicht. Trainer Lothar Adomeit und seine Truppe avanvcieren dabei peu à peu zu echten Medienprofis. Gegen die ETuS/DJK Schwerte waren schon die ersten Fernsehkameras vor Ort. Da waren sich Coach und sein Sohn, "Keeper" Tobias Adomeit noch nicht einmal zu schade, während (!) des Spiels Rede unt Antwort zu stehen.

Sportlich zog sich Inter dennoch vergleichsweise achtbar aus der Affäre, am Ende stand zwar ein 0:27 zu Buche, beim Halbzeitstand von 0:12 sah Adomeit sen. aber noch eine Reihe positiver Ansätze. "Das macht richtig Freude, euch zuzusehen, unser bestes Saisonspiel, wir schießen mit Sicherheit noch das ein oder andere Tor", lobte der Trainer in seiner Pausenansprache. Nach dem Wechsel drehten die Gäste ein wenig auf, gingen aber insgesamt sehr großzügig mit ihren Chancen um, so dass Inter mit dem Resultat am Ende gut bedient war. Dennoch geben die Bochumer die Hoffnung auf auf erfolgreichere Fußballtage nicht auf. Adomeit jun.: "Wir haben schon zwei neue Leute, müssen aber noch schauen, wie die reinpassen. Sollte alles so laufen wie geplant, wird im Winter noch einiges passieren und dann werden uns die Leute nicht mehr so unterschätzen."

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ETuS-Trainer Detlev Brockhaus konnte angesichts des "Gesamtkunstwerks" Inter Bochum nur den Kopf schütteln: "Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Alleine schon wie die Linien hier gezogen sind: Wer das gemacht hat, hat das Wort Fußball noch nie geschrieben. Die sind alle lieb und nett, machen einen guten Döner und der Kaffee schmeckt auch, aber Fußball?" Zum Lachen war ihm trotz des deutlichen Erfolgs aber nicht zumute: "Wenn das eine Mannschaft konsequent zuende spielt, gehen die irgendwann auch mit 40 Stück nach Hause und wenn man sich dann ausmalt, dass die Aufstiegsfrage nachher vielleicht über das Torverhältnis entschieden wird - das ist für mich Wettbewerbsverzerrung."

Autor: Aaron Knopp

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