Ein Blick auf das nackte Resultat in Frankfurt bescheinigt den Duisburger Füchsen noch keine Leistungssteigerung. Auch unter Trainer Didi Hegen vermochten es die Wedau-Städter nicht, den Hebel umzulegen. Doch das 2:5 wird dem Spielverlauf nicht wirklich gerecht. Nach den bisweilen desaströsen Versuchen zuvor, war in Frankfurt zeitweise sogar zu erahnen, wie eine konkurrenzfähige Füchse-Mannschaft aussehen könnte.

Füchse Duisburg: Viele Einzelgespräche / "Alle sind selbstkritisch"

Mini-Aufwärtstrend gegen Berlin bestätigen

Aaron Knopp
21. September 2008, 10:07 Uhr

Ein Blick auf das nackte Resultat in Frankfurt bescheinigt den Duisburger Füchsen noch keine Leistungssteigerung. Auch unter Trainer Didi Hegen vermochten es die Wedau-Städter nicht, den Hebel umzulegen. Doch das 2:5 wird dem Spielverlauf nicht wirklich gerecht. Nach den bisweilen desaströsen Versuchen zuvor, war in Frankfurt zeitweise sogar zu erahnen, wie eine konkurrenzfähige Füchse-Mannschaft aussehen könnte.

Daher fällt Hegens erster Eindruck auch keineswegs negativ aus: „Fünf Minuten vor Schluss stand es noch 2:3, dann kassieren wir zwei dumme Strafen und in 3:5-Unterzahl kannst Du gegen so eine Mannschaft wie die Lions eben nicht viel machen.“ Das Empty-Net-Tor zum Endstand hatte ohnehin nur statistischen Wert. Nach der insgesamt ordentlichen Vorstellung mochte der 290-fache Nationalspieler daher auch niemanden ausnehmen: „Es war keiner dabei, der nicht so gearbeitet hätte, wie ich es mit vorstelle.“

Damit es nicht bei guten Ansätzen bleibt, brachte Hegen unter der Woche seine Qualitäten als Psychologe zum Einsatz, führte zahlreiche Einzelgespräche. Fazit: „Die Jungs sind alle sehr selbstkritisch und wollen da unten raus und dass wir richtig gute Eishockey-Spieler haben, ist bei Namen wie Jan Alinc, Alexander Selivanov oder Morten Ask ohnehin klar.“ Allein das Beschwören des Potenzials mag in Duisburg aber niemand mehr hören, Hegen fordert daher schnelle Resultate: „Es muss langsam erkennbar werden, was wir wollen, aber wenn wir weiter so arbeiten, bin ich mir sicher, dass der erste Sieg auch schon ziemlich bald folgt.“

Ob ausgerechnet gegen den heutigen Gegner, die Eisbären Berlin (18.30 Uhr, Scania Arena), etwas herausspringen sollte? „Über die braucht man eigentlich kein Wort mehr zu verlieren, aber wer mich kennt, weiß, dass ich kein Spiel herschenken will.“ Dennoch, alles andere als eine Niederlage wäre bereits als dicke Überraschung zu werten. Doch auch wenn es gegen den amtierenden Deutschen Meister nichts zu holen geben sollte, Hegen sieht die Truppe auf einem guten Weg: „Wir brauchen einfach ein Erfolgserlebnis, aber wenn wir so weiter arbeiten, ist das nur noch eine Frage der Zeit.“

Autor: Aaron Knopp

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