Die Football-Profis der Amsterdam Admirals haben zum ersten Mal den World Bowl in der NFL Europe gewonnen. Die Niederländer besiegten im Finale in Düsseldorf Titelverteiger Berlin Thunder 27:21.

Amsterdam entzaubert Titelverteidiger Berlin

cle
11. Juni 2005, 20:29 Uhr

Die Football-Profis der Amsterdam Admirals haben zum ersten Mal den World Bowl in der NFL Europe gewonnen. Die Niederländer besiegten im Finale in Düsseldorf Titelverteiger Berlin Thunder 27:21.

Berlin Thunder hat den historischen vierten Triumph in der NFL Europe verpasst. Die American Footballer von Coach Rick Lantz kassierten im Finale um den World Bowl XIII in Düsseldorf eine 21:27 (0:7, 7:10, 0:7, 14:3)-Niederlage gegen die Amsterdam Admirals. Damit verspielten die Berliner die Chance, nach den Erfolgen von 2001, 2002 und 2004 zum alleinigen Rekordchampion aufzusteigen.

Amsterdam sicherte sich erstmals in der NFLE-Geschichte die gläserne Kristallkugel und beendete zugleich die Vormachtstellung der deutschen Teams, die seit 1998 den Sieger unter sich ausmachten. Dabei hatten sich die Admirals in der Gruppenphase mit 6:4-Siegen noch hinter Titelverteidiger Thunder (7:3) mit dem zweiten Platz begnügen müssen.

35.134 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena

Vor 35.134 Zuschauern in der Düsseldorfer Arena hatten die Berliner in der ersten Halbzeit aber sichtlich Probleme mit ihrer Favoritenrolle. Ruvell Martin mit seinem 13. Touchdown der Saison und Chris Snyder mit einem Extrapunkt brachten Amsterdam schnell 7:0 in Führung. Nach einem weiteren Touchdown von Mike Gomez und einem Field Goal von Snyder drohte den Berlinern beim Stand von 0:17 gar ein Debakel.

Gegen Ende der ersten Halbzeit fing sich allerdings das Team aus der Hauptstadt, das 25 Minuten auf seinen ersten First Down - einen Raumgewinn von 10 Yards - warten musste. Aaron Boone schaffte den ersten Touchdown für die Berliner noch vor der Pause, in der Grammy-Award-Winner Shaggy (Mr. Boombastic) für Stimmung auf den Rängen sorgte.

Berlin drehte nochmal auf

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer ein ähnliches Bild. Als Jonathan Smith das "Ei" in die Berliner Endzone brachte, schien die Partie schon zugunsten der Niederländer entschieden. Im letzten Viertel drehte Berlin zwar noch einmal auf, doch die Touchdowns von John Flowers und Robert Redd waren zu wenig.

Die Organisatoren zogen nach der 13. Spielzeit ein positives Fazit. "Auf vielen Gebieten war das eine erfolgreiche Saison. Wir haben einen Zuschauerrekord aufgestellt und wichtige Partner dazugewonnen", sagte Liga-Chef Jim Connelly. 18.965 Fans strömten in der Gruppenphase in die sechs Arenen und verbesserten die Bestmarke von 2001 (18.573). So sprach auch Roger Goodell, der Europa-Verantwortliche der NFL, ein Lob aus: "Die Liga ist auf einem guten Weg und hat Fortschritte gemacht."

Ob die Liga, die nach wie vor rote Zahlen schreibt, eine Zukunft hat, müssen die Klubbesitzer auf ihrer Sitzung Ende August/Anfang September entscheiden. Der Vertrag der NFLE läuft mit dieser Saison aus.

Autor: cle

Kommentieren