UEFA-Präsident Michel Platini hat sich bei Armenien und der Türkei dafür bedankt, dass das brisante WM-Qualifikationsspiel am vergangenen Samstag ohne Zwischenfälle über die Bühne gebracht wurde. Das Fußballspiel habe sogar einen Beitrag dazu geleistet, das Verhältnis der beiden Länder zu normalisieren.

WM-Qualifikation: Armenien gegen Türkei verläuft friedlich

Platini dankt Verbänden und Spielern

sid
08. September 2008, 14:53 Uhr

UEFA-Präsident Michel Platini hat sich bei Armenien und der Türkei dafür bedankt, dass das brisante WM-Qualifikationsspiel am vergangenen Samstag ohne Zwischenfälle über die Bühne gebracht wurde. Das Fußballspiel habe sogar einen Beitrag dazu geleistet, das Verhältnis der beiden Länder zu normalisieren.

"Ich möchte die Gelegenheit nutzen, den beiden Verbänden und den Spielern zu danken. Sie haben beispielhaft gezeigt, was der Sport bewirken kann, und eine hoffnungsvolle Botschaft übermittelt - und diese Region sehnt sich nach solchen Botschaften", erklärte der Chef der Europäischen Fußball-Union am Montag.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/008/374-8692_preview.jpeg Michel Platini glaubt an die völkerverständigende Kraft des Fußballs. Foto: firo[/imgbox]
Platini unterstrich die Bedeutung dieses Spiels, das der EM-Halbfinalist Türkei in Jeriwan mit 2:0 für sich entschied. "Fußball ist unsere Welt. Deshalb ist es nicht unsere Aufgabe, den Stand der Dinge zu analysieren. Man muss jedoch betonen, dass der Fußballsport einmal mehr die Menschen einander näher gebracht hat. Zum ersten Mal hat ein Staatschef der Türkei Armenien besucht. Die türkische Nationalhymne wurde in Jeriwan respektiert. Auf beiden Seiten gab es große Gefühlsregungen, und meine Repräsentanten in Jeriwan haben mir mitgeteilt, dass die Partie vorbildlich über die Bühne ging."

Beide Länder unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Das Verhältnis ist aufgrund des Massakers an der armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich 1915 stark belastet. Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül nutzte die Gelegenheit und nahm am Samstag Konsultationen mit Jeriwan am Rande des Spiels auf.

Autor: sid

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