Rhein Fire empfängt Centurions zum Derby

jt
09. April 2005, 09:47 Uhr

Fast drei Jahre nach der letzten Partie im Düsseldorfer Rheinstadion kehren die Footballer von NFL-Europe-Klub Rhein Fire in ihre Heimatstadt zurück. Erster Gegner sind die Lokalrivalen der Cologne Centurions.

Nach 1023 Tagen ist Rhein Fire zurück: Fast drei Jahre nach dem letzten Spiel im Rheinstadion feiern die Düsseldorfer in der NFL Europe ihre Heimkehr - ausgerechnet mit dem rheinischen Derby gegen die Cologne Centurions. "Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich darüber freue, wieder in unserer Stadt spielen zu können. Wir sind wieder zu Hause", sagte Headcoach Pete Kuharchek vor dem Debüt des zweimaligen Meisters in der neuen LTU-Arena am Sonntag (16.00 Uhr).

Über 25.000 Zuschauer zur Heim-Premiere

Nach zwei Jahren im "Exil" auf Schalke erwarten die Düsseldorfer zu ihrer Heim-Premiere über 25.000 Zuschauer. "Wir wollen es krachen lassen und Düsseldorf eine tolle Rückkehr bieten", versprach General Manager Sammy Schmale. Die letzte Partie im alten Rheinstadion hatte Fire am 22. Juni 2002 vor 53.109 Fans mit 20:26 gegen Berlin Thunder verloren - ausgerechnet im World-Bowl-Finale. Das Ziel diesmal ist erneut das Endspiel, das am 11. Juni wieder in Düsseldorf ausgetragen wird.

Bis dahin ist es aber für die Gastgeber noch ein langer Weg. Denn nach der 14:24-Pleite zum Auftakt beim Angstgegner Amsterdam Admirals stehen die Düsseldorfer im rheinischen Derby bereits unter Zugzwang. "Gegen Köln muss alles stimmen", sagte Peter Heyer, der Kölner im Fire-Team. "Für mich ist es ein besonderes Spiel, ich will auf keinen Fall als Verlierer vom Platz gehen." Für besondere Spiele gibt es auch besondere Trophäen: Der Derby-Sieger erhält am Sonntag den Rhein-Cup, einen Wanderpokal, den die beiden Oberbürgermeister Joachim Erwin (Düsseldorf) und Fritz Schramma (Köln) gestiftet haben.

Berlin mit ungewöhnlicher Vorbereitung

Auf außergewöhnliche Weise bereitete sich Titelverteidiger Berlin auf sein Heimspiel am Sonntag (16.00 Uhr) gegen den Liga-Neuling Hamburg Sea Devils vor. Einige Spieler ließen sich von Shaolin-Mönchen in asiatischen Konzentrations- und Kampfübungen unterweisen. "Diese Mönche sind unglaublich", sagte Running Back Calvin Murray nach der Kung-Fu-Lehrstunde im Shaolin-Tempel in Berlin: "Was sie leisten, ist phänomenal. Unglaublich, wie konzentriert und hart sie zu Werke gehen. Wir werden nun noch konzentrierter gegen die Sea Devils an den Start gehen."

Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel könnten die Berliner ihre Tabellenführung behaupten. Die Hanseaten dagegen wollen die unglückliche 23:24-Niederlage zum Auftakt in Köln vergessen machen. Headcoach Jack Bicknell hat allerdings großen Respekt vor dem Spitzenreiter: "Thunder war im Auftaktspiel sehr stark und ist körperlich gut drauf. Die Berliner werden uns sicher einige Probleme bereiten." Berlins Cheftrainer Rick Lantz war einst Assistent von "Cowboy Jack" in Barcelona: "Er hat mich in diese Liga gebracht."

Frankfurt sinnt auf Wiedergutmachung

Wiedergutmachung heißt das Motto für Vizemeister Frankfurt Galaxy im Heimspiel am heutigen Samstag (19.00 Uhr) gegen die Amsterdam Admirals. "Wir müssen jetzt zeigen, dass wir Charakter haben und die Partie in Berlin nur ein Ausrutscher war", forderte Headcoach Mike Jones nach der 7:30-Pleite in der Hauptstadt. Allerdings hat der Galaxy-Cheftrainer mit Verletzungspech zu kämpfen: Neben Publikumsliebling Daniel Benetka (Syndesmoseriss) fallen auch Kicker Owen Pochman (Oberschenkelverletzung) und Passempfänger Sam Simmons (Knieverletzung) möglicherweise für den Rest der Saison aus. Ulrich Winkler von Rhein Fire sowie Stephen Scaldaferri und Kelvin Kight von den Admirals sollen die Verletzten ersetzen.

Der 2. Spieltag im Überblick:

Samstag, 19.00 Uhr: Frankfurt Galaxy - Amsterdam Admirals, Sonntag, 16.00 Uhr: Berlin Thunder - Hamburg Sea Devils, Rhein Fire - Cologne Centurions

Autor: jt

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