Auch wenn der große Triumph im Super-Bowl-Finale bei den überragenden NFL-Quarterbacks Peyton Manning, Tom Brady und Donovan McNabb ganz oben auf dem Wunschzettel steht, engagiert sich das Trio auf abseits der Arena.

NFL-Stars Manning, Brady und McNabb zeigen Herz

tok
25. Dezember 2004, 21:23 Uhr

Auch wenn der große Triumph im Super-Bowl-Finale bei den überragenden NFL-Quarterbacks Peyton Manning, Tom Brady und Donovan McNabb ganz oben auf dem Wunschzettel steht, engagiert sich das Trio auf abseits der Arena.

Sportlicher Erfolg, soziales Engagement und dazu noch etwas Patriotismus: Eine junge Garde von Quarterbacks macht den Titelkampf in der National Football League (NFL) in dieser Spielzeit so spannend wie selten zuvor. Peyton Manning, Tom Brady und Donovan McNabb jagen Rekorde, streben den Super-Bowl-Triumph an und helfen ganz nebenbei kranken und armen Menschen.

"Ich hatte das Glück, in einer liebevollen und behüteten Familie aufzuwachsen. Mit meiner Stiftung will ich Kindern Möglichkeiten eröffenen, die ich in ihrem Alter auch hatte", sagt Manning, der sich mit den Indianapolis Colts bereits für die NFL-Playoffs qualifiziert und in der laufenden Saison einige Jahrzehnte alte Pass-Bestmarken gebrochen hat.

"Ich bin kein Held"

Vor den Weihnachtsfeiertagen hielt der 28-Jährige einmal mehr Wort und lud einige Kids zum Einkaufsbummel in einem Spielzeugladen ein. Mit leuchtenden Augen angesichts der vielen Geschenke machten sich die Kinder schließlich glücklich auf den Heimweg. "Ich bin kein Held", meint Manning: "Helden sind die Soldaten, die im Irak ihr Leben für uns aufs Spiel setzen."

Tom Brady, der mit den New England Patriots bereits zwei Super-Bowl-Siege (2002, 2004) feiern und auch in diesem Jahr wieder vorzeitig in die Playoffs einziehen konnte, wurde wegen seiner herausragenden Leistungen und charakterlichen Stärke von dem US-Fachmagazin SportingNews Anfang zum "Sportsman of the Year" gekürt.

"Football spielt in meinem Leben zwar eine wichtige Rolle, aber es sind andere Dinge, die wirklich zählen. Ein guter Mensch zu sein, gibt einem ein gutes Gefühl - da ist es ganz egal, was auf dem Spielfeld passiert", sagt der 27-Jährige, der um sein soziales Engagement nie viel Aufhebens macht - außer es dient dem guten Zweck.

Die Versteigerung seines Cadillacs brachte Bradys alter Schule im vergangenen Sommer eine Finanzspritze von 365.000 Dollar. "So etwas ist nicht so wichtig. Ich spiele Football und habe keinen Impfstoff gegen Aids gefunden", sagt der Spielmacher.

Donovan McNabb kämpft gegen Krankheit

Dem Kampf gegen eine andere Krankheit hat sich hingegen Donovan McNabb verschrieben. Der Spielmacher der Philadelphia Eagles, der seinem Team mit starken Auftritten ein Freilos für die erste Runde der kommenden Playoffs bescherte, gründete vor vier Jahren eine Stiftung zur Diabetes-Bekämpfung. "Ich tue, was ich kann", sagt McNabb: "Wenn jemand helfen will, freue ich mich aber über jede Spende."

Autor: tok

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