Trotz Vermittlungsversuchen sind die Verhandlungen zwischen der italienischen Liga und Italiens öffentlich-rechtlicher TV-Anstalt RAI über die TV- und Radio-Übertragungsrechte gescheitert. Die 20 Präsidenten der Serie A-Klubs wollen das Angebot der RAI für die Übertragung der Fußball-Meisterschaftsspiele nicht annehmen, berichteten italienische Medien am Freitag.

Italiens Fußball-Fans gucken in die Röhre

"Wegen weniger Millionen keine Einigung gefunden"

sid
29. August 2008, 11:52 Uhr

Trotz Vermittlungsversuchen sind die Verhandlungen zwischen der italienischen Liga und Italiens öffentlich-rechtlicher TV-Anstalt RAI über die TV- und Radio-Übertragungsrechte gescheitert. Die 20 Präsidenten der Serie A-Klubs wollen das Angebot der RAI für die Übertragung der Fußball-Meisterschaftsspiele nicht annehmen, berichteten italienische Medien am Freitag.

"Wegen weniger Millionen Euro haben wir keine Einigung gefunden. Dabei hatten wir unsere Forderungen stark heruntergeschraubt", kritisierte Liga-Chef Antonio Matarrese. Die Offerte der RAI von 30,6 Millionen Euro wird als zu niedrig bewertet.

16 Millionen italienische Haushalte ohne Satellit und Digitalfernsehen werden daher keine Möglichkeit haben, die Highlights der am kommenden Samstag beginnenden Meisterschaft zu sehen, wie es bisher der Fall war. "Die Liga hat beschlossen, dass die italienischen Tifosi auf den Fußball verzichten müssen", erwiderte der RAI-Generaldirektor Claudio Cappon. Die Meisterschaftsspiele werden von den Bezahl-Kanälen Sky Italia und Mediaset Premium angeboten.

Am Freitag ist in Mailand ein Treffen zwischen dem Liga-Chef und den Managern der Mailänder Mediengesellschaft Mediaset unter Kontrolle des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi geplant. Mediaset könnte der Liga ein Gegenangebot einreichen.

Autor: sid

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