Mit dem rein deutschen Finale zwischen Frankfurt Galaxy und Berlin Thunder endet heute (18.00 Uhr) die Saison der NFL Europe. Als klarer Favorit geht dabei der Klub aus der Hauptstadt in den World Bowl XII.

World Bowl XII steigt heute "auf Schalke"

12. Juni 2004, 08:45 Uhr

Mit dem rein deutschen Finale zwischen Frankfurt Galaxy und Berlin Thunder endet heute (18.00 Uhr) die Saison der NFL Europe. Als klarer Favorit geht dabei der Klub aus der Hauptstadt in den World Bowl XII.

Ralf Kleinmann, Kicker von Frankfurt Galaxy, gehört in den Endspielen der NFL Europe fast schon zum Inventar. Beim heutigen World Bowl XII in der Arena AufSchalke (18.00 Uhr/live bei Premiere) gegen Berlin Thunder ist der 33-Jährige zum sechsten Mal in acht Jahren mit von der Partie. Das ist Rekord, genauso wie die drei Titelgewinne Kleinmanns mit den "Galaktischen".

Kleinmann vertraut auf den Mannschaftsgeist

"Ich bin zwar nicht mehr so nervös wie früher, aber jeder World Bowl ist eine großartige Erfahrung", beschreibt Kleinmann seine Gemütslage und zeigt sich trotz der Außenseiterrolle guter Dinge: "Ein Finale ist immer etwas anderes. Das Spiel in Berlin am Wochenende ist für uns kein Thema mehr. Wir haben einen sehr guten Mannschaftsgeist."

Mit 0:41 waren die Frankfurter bei der Generalprobe in Berlin unter die Räder gekommen. Damit war nach dem 27:31 im Waldstadion auch das zweite Spiel der Saison gegen "Thunder" verloren gegangen. Doch Kleinmann verweist auf das Jahr 1999, als die Frankfurter nach zwei Niederlagen gegen die Barcelona Dragons ebenfalls im Finale krasser Außenseiter waren und am Ende die 17 Kilogramm schwere Kristallkugel in den Händen hielten.

Doch da hat der Favorit aus der Hauptstadt etwas dagegen. Mit 9:1 Siegen dominierte Thunder in diesem Jahr die Saison und stellte den Rekord der London Monarchs (1991) und der Amsterdam Admirals (1995) ein. "Ein langer Weg liegt hinter uns. Für viele unserer Spieler ist das Finale eine einzigartige Erfahrung. Wir machen nicht den Fehler, Frankfurt zu unterschätzen. Ich erwarte eine hochklassige und enge Partie", sagte Berlins Trainer Rick Lantz, der zum "Trainer des Jahres" gewählt worden ist.

Frankfurt hofft auf O´Sullivan

Die Angst der Berliner und die Hoffnung der Frankfurter ist die Rückkehr von Galaxy-Quarterback J.T. O´Sullivan, der die letzten beiden Spiele wegen des Todes seines Vaters verpasst hatte. Mit zehn Touchdowns und einem Rating von 91,9 ist O´Sullivan der zweitbeste Passer der Liga.

Die Partie werden rund 200 Millionen Fans in 150 Ländern live erleben. Was die Dramaturgie betrifft, hat Kleinmann eine ganz eigene Vorstellung: "Es könnte ein enges Spiel geben, das durch ein Field Goald entschieden wird. Dann ist es mein größter Wunsch, für Galaxy den Sieg zu holen."

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